Erfurter Gastmusiker lässt St. Nikolauser Orgel klingen

Erfurter Gastmusiker lässt St. Nikolauser Orgel klingen

St. Nikolaus. "Ehre sei dir, Gott, gesungen": Das Orgelkonzert am Freitagabend in der Pfarrkirche St. Nikolaus mit dem renommierten Erfurter Universitätskantor Wieland Meinhold endete mit diesem temperamentvollen Choral aus der Feder von Johann Sebastian Bach als Zugabe

St. Nikolaus. "Ehre sei dir, Gott, gesungen": Das Orgelkonzert am Freitagabend in der Pfarrkirche St. Nikolaus mit dem renommierten Erfurter Universitätskantor Wieland Meinhold endete mit diesem temperamentvollen Choral aus der Feder von Johann Sebastian Bach als Zugabe.Der Abend beginnt verhalten, mit Werken von Jean Sibelius, Niels Gade, Gottfried Matthison-Hansen, Edvard Grieg und Gustav Hägg, allesamt Komponisten aus Skandinavien, deren Sache das große Pathos nicht ist. Wunderbar effektvoll, frisch und klar, mit der stillen Schönheit des Nordens, interpretiert Meinhold, ein souverän agierender Virtuose, diese Werke. Dazu kommen eigene Versionen von Folklore, zum Beispiel aus Island oder aus Frankreich. Und schließlich, über einen lothringisch-luxemburgischen Teil - gleichsam als Verneigung vor der Region -, gelangt Meinhold zum furiosen Abschluss, dem überwältigenden "Pomp and Circumstance" des Briten Edward Elgar, das man aus der "Last night of the proms" kennt.

Der aus Weimar stammende junge Professor, ein sehr schmaler, hibbeliger Mann mit sympathischer Ausstrahlung, zieht - mit quasi magischen Händen und bewegten Füßen, die unerhört schnell und zielsicher über Manuale und Pedale tanzen - die Register wie magische Fäden. Und es klingt immer schön.

50 Zuhörer applaudieren begeistert und freuen sich an diesem Konzert, das den Charme der kleinen, aber feinen St. Nikolauser Orgel prima zur Geltung bringt. Meinhold, der persönlich mit dem Emmersweiler Organisten Tobias Pfortner befreundet ist, hat weitere Konzerte im Warndt in den nächsten Jahren in Aussicht gestellt. et

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