Endlich Sonnenschutz für Kaschnitz-Schüler

Endlich Sonnenschutz für Kaschnitz-Schüler

Völklingen. Jahrelang kämpften Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler des Völklinger Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasiums für einen Sonnenschutz. Anfang des Schuljahres war es endlich soweit: Die vom Regionalverband Saarbrücken an der Süd-Ost-Fassade installierte Anlage nahm ihre Arbeit auf. Bei der offiziellen Übergabe am Mittwochvormittag spielt das Wetter mit

Völklingen. Jahrelang kämpften Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler des Völklinger Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasiums für einen Sonnenschutz. Anfang des Schuljahres war es endlich soweit: Die vom Regionalverband Saarbrücken an der Süd-Ost-Fassade installierte Anlage nahm ihre Arbeit auf. Bei der offiziellen Übergabe am Mittwochvormittag spielt das Wetter mit. Auf ein Zeichen eilt Hausmeister Marco Seele in sein Büro und startet das Programm: Die Lamellen neigen sich und versperren den Sonnenstrahlen den Weg."Wir haben uns hier für eine nachhaltige Lösung entschieden", betont Regionalverbandsdirektor Peter Gillo. Rund 200 000 Euro kostet die Anlage; davon kommen etwa 184 000 aus dem Kommunalen Substanzerhaltungsprogramm des Landes. 20 bis 25 Jahre, so Günter Henrich, technischen Betriebsleiter beim Gebäude- und Betriebsmanagement Schulen des Regionalverbandes, soll der Sonnenschutz halten. Es ist die bisher einzige Anlage dieser Art an den Schulen des Regionalverbandes.

Ein durchgehendes Lamellenband wurde an der Außenfassade angebracht und bedeckt den oberen Teil der Fenster. Die gut 40 Zentimeter tiefen Lamellen sind elektrisch verstellbar und passen sich dem Sonnenstand an. Die Programmierung erfolgt über eine zentrale Steuerung: Der Computer kennt den Sonnenlauf und die optimale Lamelleneinstellung für jeden Tag. Ein Außensensor prüft, ob die Sonne scheint. Ist der Himmel bedeckt, bleiben die Lamellen waagerecht und lassen viel natürliches Licht in den Raum.

Das bisherige Problem an der Süd-Ost-Fassade des Gymnasiums: Im Sommer knallt die Sonne schon am Vormittag in die Klassen. Schnell steigen die Temperaturen dann auf lernunfreundliche 30 Grad und mehr. "Es funktioniert", stellt Schulleiter Gerold Fischer nach den ersten Wochen fest. Er ist mit der leisen Anlage zufrieden. Und er freut sich, dass es nicht in jedem Klassenzimmer einen Knopf gibt, mit dem man die Lamellen rauf und runter fahren kann. Die echte Bewährungsprobe steht dem System aber erst noch bevor. Bei dem trüben Wetter in diesem Sommer musste es nur selten zeigen, was es kann. tan