1. Saarland

Elternlotsen entschärfen in Homburg ab sofort gefährliche Kreuzung

Elternlotsen entschärfen in Homburg ab sofort gefährliche Kreuzung

Homburg. "Es ist vollbracht", freute sich Verkehrssicherheitsberater Joachim Berger über den Start der Elternlotsen der Grundschule Sonnenfeld in Homburg am Montagmorgen. Auf Initiative von Schule und Polizei ist es gelungen, an der stark frequentierten Straßenkreuzung Kirrberger Straße/Ringstraße in Richtung Universitätsklinikum einen Lotsendienst einzurichten

Homburg. "Es ist vollbracht", freute sich Verkehrssicherheitsberater Joachim Berger über den Start der Elternlotsen der Grundschule Sonnenfeld in Homburg am Montagmorgen. Auf Initiative von Schule und Polizei ist es gelungen, an der stark frequentierten Straßenkreuzung Kirrberger Straße/Ringstraße in Richtung Universitätsklinikum einen Lotsendienst einzurichten."Angesichts des starken Verkehrsaufkommens zwischen 7.30 und acht Uhr ist das hier eine ganz gefährliche Stelle", begründete er den Einsatz der Elternlotsen. "Wir haben bisher fünf Freiwillige gefunden", freute sich Judith Lacher, Schulleiterin der Sonnenfeldschule, über das Engagement der Eltern, in aller Frühe morgens für einen sicheren Schulweg zu sorgen. Rückmeldungen von Eltern, dass Autofahrer teilweise bei Rot über die Ampel fahren und am Zebrastreifen nicht halten sowie der Unmut der Eltern, dass ihre Kinder ungeschützt sind, hätten zur Einrichtung eines Dienstes geführt, so Lacher. Bei einer Sitzung mit den Klassenelternsprechern sei der Vorschlag "sehr positiv" angenommen worden. Ziel sei es, nur noch mehr interessierte Personen zu finden, um auch andere Stationen in der Cappelallee und der Ringstraße mit Elternlotsen zu besetzen, betonte Lacher.

Und so kam es ab 7.30 Uhr zum ersten Einsatz der Elternlotsen, die in der gelben Jacke der Verkehrswacht und mit der Kelle gut zu erkennen waren. Nach einem langen Anlauf habe man es geschafft, engagierte Eltern für den Lotsendienst zu mobilisieren, erklärte Schulelternsprecher Altay Tsitak. Er hoffe, dass sich noch mehr Eltern oder Großeltern bereit erklären, denen es zeitlich und beruflich möglich ist, den Schulweg der Kinder zu sichern und ihnen einen gefahrlosen Übergang an den Zebrastreifen zu gewährleisten. Angesichts von 200 Schülern an der Sonnenfeldschule müsse es doch gelingen, weitere Eltern zu finden.

Wie Tsitak erklärte, hat Joachim Berger die Eltern mit den Richtlinien vertraut gemacht. Die Verkehrssituation sei hier dermaßen unübersichtlich, rechtfertigte Anwohnerin Sindy Wendel, deren Sohn die Grundschule Sonnenfeld besucht und die sich als Lotse zur Verfügung gestellt hat , den Lotsendienst. Erschwert werde die Situation auch durch die Parkerei auf dem Bürgersteig an einer unmittelbar an der Kreuzung Kirrberger Straße/Ringstraße gelegenen Bäckerei. Die fünf Elternlotsen werden den Grundschülern jetzt Tag für Tag bei der Straßenüberquerungen helfen und sie sicher in den Unterricht lotsen. re