Elf ehrenamtliche Projekte bekommen Finanzspritze

Elf ehrenamtliche Projekte bekommen Finanzspritze

In vielen Gemeinden nehmen Bürger Renovierungsarbeiten oder Sozialaufgaben selbst in die Hand und setzen sich ehrenamtlich für das Allgemeinwohl ein. Elf dieser Projekte werden im Rahmen der Aktion „Saarland zum Selbermachen“ finanziell unterstützt.

In Eigenregie bauen sie einen Kinderspielplatz, renovieren Kriegsgräber oder organisieren Tanzabende für Senioren: Ehrenamtliche Helfer erkennen Missstände auf lokaler Ebene und beseitigen sie, ohne die Mühlen der Bürokratie zu beanspruchen. Um dieses Engagement zu fördern, rief die saarländische Landesregierung die Aktion "Saarland zum Selbermachen" ins Leben. Dabei wird Geld aus Totomitteln an die gemeinnützigen Projekte verteilt. Am Donnerstag luden Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Referatsleiter Horst Peter Eisenbeis in die Staatskanzlei, um die elf Gewinner auszuzeichnen und ihnen den jeweiligen Anteil an 25 000 Euro Totomitteln mitzugeben.

Die Ministerpräsidentin erklärte, Inspiration für die Aktion sei das Buch "Deutschland zum Selbermachen" gewesen, das ihr Mitautor Sebastian Braun einst überreicht habe. "Darin sind ganz tolle Projekte geschildert; das hat mich dann nicht mehr losgelassen, weil ich dachte, dass Selbermachen und Anpacken der saarländischen Mentalität sehr gut entsprechen", so Kramp-Karrenbauer. "Vor Ort habe ich auch schon festgestellt, dass oft Know-how und Einsatzbereitschaft vorhanden sind, dann aber vielleicht 1000 Euro fehlen, um das Ganze in Gang zu bringen." Genau dafür seien die Fördergelder gedacht. So sieht das auch Projektleiter Eisenbeis: "Ehrenamt ist für mich eine private und berufliche Tradition, die ich sehr gerne unterstütze."

Ein Gewinner bei "Saarland zum Selbermachen" ist die Reservistenkameradschaft Püttlingen, die sich um die Instandhaltung der dortigen Kriegsgräber kümmert. Deren Vorsitzender, Bernd Längler, erläuterte, was mit dem Fördermittel geschehen wird: "Das Geld dient dazu, neue Grabplatten anfertigen zu lassen, da die alten schon sehr verwittert sind." Es sei außerdem mit großem Rechercheaufwand möglich gewesen, die auf den alten Inschriften nur abgekürzten Vornamen der Bombenopfer zu ermitteln und nun auf den neuen Platten in voller Länge zu nennen. Ebenfalls unter den Preisträgern befindet sich die Bürgerinitiative Neunkirchen Stadtmitte, die kulturelle Ausflüge für Menschen, die sich das nicht leisten könnten, fast kostenlos anbietet.

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