Elektronische Bleifuß-Petze

Elektronische Bleifuß-Petze

Heusweiler. Wer in der Schillerstraße, vor der Heusweiler Realschule, schneller als die erlaubten 30 Stundenkilometer fährt, dem wird sein zu schwerer Bleifuß jetzt weithin sichtbar angezeigt. Auch andere Autofahrer und Fußgänger können jetzt sehen, wer da zu schnell gefahren ist und wer sich an die Verkehrsregeln hält. Möglich macht dies ein so genanntes Geschwindigkeitsanzeigegerät

Heusweiler. Wer in der Schillerstraße, vor der Heusweiler Realschule, schneller als die erlaubten 30 Stundenkilometer fährt, dem wird sein zu schwerer Bleifuß jetzt weithin sichtbar angezeigt. Auch andere Autofahrer und Fußgänger können jetzt sehen, wer da zu schnell gefahren ist und wer sich an die Verkehrsregeln hält.Möglich macht dies ein so genanntes Geschwindigkeitsanzeigegerät. "Der Heusweiler Ortsrat hat vor einem Jahr beschlossen, dass solch ein Messgerät angeschafft werden soll. Falls die finanziellen Mittel dafür da sind", sagte Ortsvorsteher Gerhard Fisch dieser Tage, als das Messgerät im Beisein des Ortsrates und der Feuerwehr in Betrieb genommen wurde.

2500 Euro inklusive Ersatzakku hat das Gerät mit dem langen Namen gekostet. Weil klar war, dass die Gemeinde es nicht bezahlen kann, hat sich Fisch auf Spendentour begeben. "Ich habe bei Heusweiler Gewerbetreibenden nachgefragt, und keiner hat nein gesagt", so Fisch. Beigetragen haben die Firmen Jeras, Grokar, Fliesen-Hoffmann, Autohaus Bähr, Otto Dony und Bauunternehmer Frank Collet. Auch die Heusweiler SPD, CDU, CDU-Frauenunion, NÖL und Die Linke haben das Projekt finanziell unterstützt. Aufgebaut wurde die Anlage vom Heusweiler Hilfspolizisten Bertram Pintarelli. Und die Heusweiler Feuerwehr hat sich bereit erklärt, das Gerät kostenlos zu warten und alle acht bis 14 Tage den Akku auszutauschen, der den Geschwindigkeitsmesser und die Leuchttafel mit Strom versorgt. "Wir erhoffen uns von dem Messgerät, dass sich die Autofahrer besser an die vorgeschrieben Geschwindigkeit halten", sagte Fisch. Er kündigte außerdem an, dass das Messgerät auch einmal in der Illinger Straße, in Höhe der Grundschule, aufgebaut wird. dg

Mehr von Saarbrücker Zeitung