Eiweiß lässt Fettpölsterchen schmelzen

Saarbrücken. Die Professorin Dr. Martina Herget ist eine erfahrene Ernährungsberaterin. "Frauen, die sich eine schlanke, straffe Figur wünschen, sollten bei ihrer Ernährung Kohlenhydratquellen möglichst vermeiden", sagt sie. "Dazu zählen Weißmehlprodukte wie Brötchen und Baguette, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, vor allem Süßigkeiten, Softdrinks, auch Fruchtsäfte und Alkohol

Saarbrücken. Die Professorin Dr. Martina Herget ist eine erfahrene Ernährungsberaterin. "Frauen, die sich eine schlanke, straffe Figur wünschen, sollten bei ihrer Ernährung Kohlenhydratquellen möglichst vermeiden", sagt sie. "Dazu zählen Weißmehlprodukte wie Brötchen und Baguette, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, vor allem Süßigkeiten, Softdrinks, auch Fruchtsäfte und Alkohol."Stattdessen empfiehlt sie fettarme Milchprodukte, bevorzugt Hüttenkäse, Magerquark, zudem Fisch, Geflügel, hochwertiges Fleisch, Salate und Gemüse.

Wer generell Kohlenhydrate (= Zucker) reduziert, drosselt die Insulin-Ausschüttung. Um Kohlenhydrate verwerten zu können, schüttet der Körper das Hormon Insulin aus. Ein hoher Insulinspiegel im Blut hemmt aber den Fettabbau, lässt die Fettpolster wachsen und bremst die Ausschüttung des Wachstumshormons, das nachts für die Reparatur und den Aufbau von Muskeln, Knochen und anderen Geweben sowie vor allem auch für den Fettabbau zuständig ist. "Wer etwas eiweißreicher isst, wird auch schneller satt", betont Martina Herget. "Zudem erhält Eiweiß die Muskulatur."

Beim Essen sollten figurbewusste Frauen zudem auf die Auswahl der richtigen Fette achten. "Wichtig sind Omega-3-Fettsäuren, die in Kombination mit eiweißbetonter, kohlenhydratreduzierter Ernährung dabei helfen, den speziellen Stoffwechsel der Fettzellen an den sogenannten Problemzonen zu überlisten und auch hier einen merklichen Fettabbau durch Sport hervorzurufen", sagt die Professorin. Wer mehrmals pro Woche fettreiche Fische wie Lachs, Hering und Makrele verzehrt, ist ausreichend mit Omega-3-Säuren versorgt. Die Zufuhr stark Omega-6-haltiger Öle - alle Pflanzenöle außer Lein- und Olivenöle - sollte eingeschränkt werden. Omega-6-Säuren schmälern die Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren.

Zum Frühstück sollte man eine Eiweißquelle wie Magerquark, Hüttenkäse, Putenschinken oder Eier mit etwas Obst, Müsli oder Vollkornbrot kombinieren, rät Herget. Und auch ein Klacks Marmelade ist erlaubt. Dazu Tee, Kaffee oder ein Glas Milch.

Beim Mittagessen darf man sich Salat mit Essig und Oliven- oder Leinöl, Gemüse, Fisch - bevorzugt Lachs - mageres Fleisch und Eierspeisen schmecken lassen. Auf Paniertes und Frittiertes sollte man ganz verzichten; Beilagen wie Reis, Nudeln und Kartoffeln sollten deutlich reduziert werden. Sahnige Suppen und Soßen sollte man durch fettarme Varianten ersetzen.

In der letzten Mahlzeit sollte man Kohlenhydrate vermeiden. Gut sind Salat, Spargel, Gemüse, Omelett, Fisch, Fleisch, Schinken, Käse, Hüttenkäse sowie Wal- und Paranüsse, dazu Wasser und Tee. Mit Bier und Wein sollte man sich zurückhalten, sie sind jedoch nicht verboten.

Als Zwischenmahlzeit sind Quark mit etwas frischem Obst sowie einer Hand voll Nüsse gemischt gut geeignet. Keineswegs sollten es aber Süßigkeiten und Chips sein. ml

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