Eiweiler Schule bleibt Nebenstelle von Heusweiler

Heusweiler · Da in Eiweiler schon bald nur noch unter 80 Kinder unterrichtet werden, sei es sinnvoller, dass die Schule eine Zweigstelle der Heusweiler Grundschule bleibt, da sonst die Schließung drohe, so das Ergebnis einer Untersuchung.

Im April hatte der Heusweiler Gemeinderat auf Antrag der SPD die Verwaltung mehrheitlich beauftragt zu prüfen, ob die Grundschule Eiweiler - derzeit Zweigstelle der Grundschule Heusweiler - wieder eigenständig werden könne und ob man im Schulhaus eine Kindertagesstätte einrichten kann (wir berichteten). Doch diese Idee wird vorerst nicht weiterverfolgt. "Es gibt keinen Handlungsbedarf", stellte Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) in der Sitzung des Schulausschusses nach ausgiebiger Diskussion fest.

Redelberger hatte dem Ausschuss das Ergebnis des Prüfauftrags mitgeteilt: Eine Kita einzurichten sei zwar mit überschaubaren Umbauten machbar, "doch ich will das eigentlich gar nicht."

Redelberger hatte nach den Sommerferien ein Gespräch mit der katholischen Kirchengemeinde, die an der Eiweiler Kirche einen Kindergarten betreibt. Die Kirche wollte wissen, ob die Zivilgemeinde den Kindergarten übernehmen wolle. Dazu Redelberger: "Ich habe erklärt, dass wir das nicht wollen und aus Kostengründen auch nicht tun werden. Wir versuchen unsere eigenen maroden Gebäude los zu werden, und da macht es keinen Sinn, etwas zu übernehmen, was nicht gerade im besten Zustand ist."

Kindergarten-Sanierung fraglich

Ob die Kirche bereit sei, den Kindergarten zu renovieren, wisse er nicht, zumal die Kirche auch "klamm" sei. Trotzdem müsse niemand Sorgen haben, dass die Kirche den Kindergarten dicht macht. Zum einen, so Schulamtsleiter Stefan Groß, habe der Eiweiler Kindergarten zur Zeit als einziger in der Gemeinde Heusweiler aufsteigende Kinderzahlen, zum Anderen wurden erst kürzlich die Öffnungszeiten ausgeweitet. "Das ist für mich ein Zeichen, dass die Kirche den Kindergarten erhalten will", sagte Redelberger.

Die SPD wollte ihre Idee, eine Kindertagesstätte in der Schule einzurichten, trotzdem nicht aufgeben: "Es fehlen in der Gemeinde immer noch 20 Krippenplätze. Die kriegen wir im Eiweiler Kindergarten nicht unter", so SPD-Sprecher Peter Reimann. Er wies auch daraufhin: "Wenn die Kirche ihren Kindergarten langfristig erhalten will, muss sie ihn renovieren. Dann sind wir mit 30 Prozent an den Kosten beteiligt." Insofern mache es Sinn, an die Einrichtung einer gemeindlichen Kindertagesstätte in der Schule zu denken. Auch Hans-Kurt Hill (Linke) sah es im Interesse der Kommune, "den Eiweiler Kindergarten langfristig als Standort zu erhalten. Entweder mit der Kirche oder alleine."

Die Ausschussmehrheit war letztlich gegen den Versuch, eine Kita im Schulhaus einzurichten. "Sollte die Kirche ihren Kindergarten mittelfristig schließen, wäre die Verwaltung sicher in der Lage einen Plan B aus der Tasche zu ziehen", meinte Manfred Schmidt (CDU).

Auch die Idee, der Dependance wieder die Eigenständigkeit zu geben, sei nicht sinnvoll und gefährde sogar den Bestand der Schule. Schulamtsleiter Groß: "Ab dem Schuljahr 2015/16 hat die Dependance Eiweiler dauerhaft unter 80 Schülern. Wenn man sie also als eigenständige Schule führen würde, würde sie sofort wieder dicht gemacht.