1. Saarland

Einsegnung der Marpinger Kneipp-Anlage im Härtelwald

Einsegnung der Marpinger Kneipp-Anlage im Härtelwald

Marpingen. Erfrischende Fuß- und Armbäder für Sportler und Pilgerer soll sie bieten - die neue Kneipp-Anlage im Marpinger Härtelwald. Jetzt wurde sie während des traditionellen Pfingstkonzertes der Gemeinde offiziell eröffnet und eingesegnet

Marpingen. Erfrischende Fuß- und Armbäder für Sportler und Pilgerer soll sie bieten - die neue Kneipp-Anlage im Marpinger Härtelwald. Jetzt wurde sie während des traditionellen Pfingstkonzertes der Gemeinde offiziell eröffnet und eingesegnet. Rund 400 Gäste waren zur Andachtsstätte an der Marienquelle gekommen, um zu sehen, wie der Marpinger Pastor Volker Teklik die beiden Becken der Anlage mit Weihwasser segnete."Wasser ist nicht nur der Lebensquell der Menschen. Für Gläubige hat es noch eine weit größere Bedeutung", erklärte der Geistliche. Als Beispiel nannte er das Taufwasser. Verbindend für beide Aspekte stehe Sebastian Kneipp. Teklik: "Er hat es geschafft, als Priester die Menschen für Gott zu gewinnen und ebenso die Kraft des Wassers für die Gesundheit genutzt."

Die Marpinger Wassertretanlage gehört zum zweiten Bauabschnitt des Tourismusprojekts Härtelwald. Hier wurden seit 2006 unter anderem die Marienkapelle vollständig saniert und die Außenanlagen rund um die Verehrungsstätte neu gestaltet. Danach folgten Zugangswege und Parkplätze sowie die Kneipp-Anlage. Diese besteht aus einem Wassertretbecken und einem Bottich für Armbäder. Nach Angaben aus dem Marpinger Rathaus kostete der Bau rund 35 000 Euro. Den größten Posten bilden hier die beiden Becken, die für rund 30 000 Euro angeschafft und installiert wurden. 70 Prozent der Summe übernahm per Zuschuss die Landesregierung.

Gregor Hinsberger, der Marpinger Kultur- und Tourismusbeauftragte hält die Anlage aus mehreren Gründen für sinnvoll. So müsse das Wasser der Marienquelle, das die Becken speist, ohnehin aufbereitet werden.

"Hinzu kommt, dass sich die Becken an einer wichtigen Besinnungs- und Raststation oberhalb des Kreuzweges Härtelwald befinden." Sie grenze damit unmittelbar an zwei Pilgerwege (Marpinger Marien-Rundweg und Jakobsweg), zwei Wanderwege (Panorama- und Naheweg) sowie mehrere Nordic-Walking-Routen. "Somit haben Wanderer und Pilger nicht nur mehr die Gelegenheit innerlich einzukehren, sondern sich auch mit Arm- und Fußbädern körperlich zu erholen", betont der Tourismusbeauftragte.

Die Anlage in Schuss zu halten habe sich der Marpinger Kneipp-Verein auf die Fahnen geschrieben. Die nötige Ausrüstung dazu werde im benachbarten Sanitärgebäude deponiert. Zudem finanziere der Verein eine Infotafel mit einer Anleitung für die Bäder. Ihr Vorsitzender Herbert Edelmann übernahm mit dem Gemeindebeigeordneten Udo Nonnengardt auch die offizielle Eröffnung.

Für festliche Atmosphäre während der Einsegnung sorgte der Kammerchor Belle Canto. Andächtig lauschten die Besucher dem Pfingstkonzert der 20 Frauen unter Leitung von Susanne Hoffmann, die mit glockenhellen Stimmen geistliche Lieder vortrugen.

Pfingstkonzert des Kammerchors Belle Canto an der Andachtsstätte der Marpinger Marienquelle im Härtelwald. Fotos: vsc.

Bei strahlendem Sonnenschein ließen es sich viele Gäste danach dann auch nicht nehmen, die Wirkung der Kneipp-Bäder am eigenen Leib sogleich ausgiebig zu testen. vsc