Einmal selbst Grundherr, erwies sich Choisy als harter Herr

Einmal selbst Grundherr, erwies sich Choisy als harter Herr

Saarlouis. Die 120 Zuhörer des Symposiums staunten nicht schlecht, als Denis Sarazin-Charpentier aus Paris die Familie Thomas de Choisys nachzeichnete. Selbst die 20 Trauzeugen der Hochzeit mit Jeanne de Brethe de Clermont kannte er nicht bloß mit Namen sondern mit Lebensläufen. Mit 46 erst heiratete Choisy, 1678 in St

Saarlouis. Die 120 Zuhörer des Symposiums staunten nicht schlecht, als Denis Sarazin-Charpentier aus Paris die Familie Thomas de Choisys nachzeichnete. Selbst die 20 Trauzeugen der Hochzeit mit Jeanne de Brethe de Clermont kannte er nicht bloß mit Namen sondern mit Lebensläufen. Mit 46 erst heiratete Choisy, 1678 in St. Germain-des-Prés in Paris, dann aber in die besten Kreise von Paris. Da war er schon Brigadier, also Generalleutnant. Er selbst kam aus eher schlichten Verhältnissen, einfache Offiziere und Staatsbedienstete. Wann geboren? Immer noch unbekannt. Wo? Vielleicht in Le Chemin en Brie südlich von Paris. Wohl wenig begütert, aber von Kriegsminister François Michel Le Tellier de Louvois als kompetent erkannt und gefördert, das vermutet Sarazin-Charpentier. Sicher hingegen ist, dass Choisy selbst sich als "harter Herr" erwies, nachdem er selbst die Herrschaft von Moigneville gekauft hatte. Bauern prozessierten wegen zu hoher Abgaben gegen ihn. Ihm habe halt die Gelassenheit des alten Adels gefehlt, vermutet Sarazin-Charpentier. we

Mehr von Saarbrücker Zeitung