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Einfach den Überblick behalten

Einfach den Überblick behalten

St. Wendel. Die Strecke und das Wetter. Zwei Themen, über die Cross-Fahrer gerne diskutieren, vor allem, wenn eine Weltmeisterschaft ansteht. In St. Wendel pendelt das Thermometer an diesem Wochenende um den Gefrierpunkt, und die Fahrer aus aller Welt schauen genau nach, ob es jetzt über oder unterm Strich stehen bleibt

St. Wendel. Die Strecke und das Wetter. Zwei Themen, über die Cross-Fahrer gerne diskutieren, vor allem, wenn eine Weltmeisterschaft ansteht. In St. Wendel pendelt das Thermometer an diesem Wochenende um den Gefrierpunkt, und die Fahrer aus aller Welt schauen genau nach, ob es jetzt über oder unterm Strich stehen bleibt. Die kleine Differenz auf dem Quecksilber-Stab kann den Unterschied zwischen Schlammschlacht und Rutschpartie ausmachen. "Wir werden schauen, ob wir noch reagieren müssen", sagt Thomas Wüst vom Organisationsteam der Stadt St. Wendel. "Sollten sich Eisplatten bilden, müssen wir die entschärfen."

Leinwand im Stadion

Die Strecke, eine 2,8 Kilometer lange Runde mit insgesamt 74 Höhenmetern, führt kompakt und kurvenreich um das St. Wendeler Sportzentrum herum. Wer sich das Spektakel mit voraussichtlich 25 000 Fans anschauen will, der sollte erstens früh anreisen und zweitens einen kurzen Blick auf den Streckenplan werfen, um die besten Passagen zu erwischen.

Das Stadion selbst, in dem Start und Ziel sein werden, ist, rein technisch, eher uninteressant. Allerdings steht hier eine riesige Videoleinwand mitten auf dem Platz, sodass von dort das ganze Rennen verfolgt werden kann. Ungefähr 1000 Meter nach dem Start, direkt vor dem belgischen Festzelt, liegen zwei Hindernisse auf der Strecke. Die Fahrer müssen runter vom Rad und danach mit möglichst viel Schwung einen steilen, schrägen Hang hinauf. Viele Fahrer übten diese Passage im Training mehrfach - und einige hatten so ihre Probleme.

Es geht danach runter zum tiefsten Punkt der Strecke und anschließend zunächst kurz und steil bergauf, dann kurz und steil bergab. Anschließend müssen die Fahrer erst mit dem Rad auf der Schulter eine Treppe hinauf und dann einen 600 Meter langen Anstieg hochstrampeln. Dies ist der konditionell anspruchsvollste Teil der Strecke. Viele Experten meinen, dass sich hier die Rennen entscheiden könnten. Danach schießt das Feld bergab in Richtung Zielgerade.

Mitten in der Strecke, von allen Punkten gut einsehbar, liegt die Wechselzone. Da die Räder schon nach einer Runde so verdreckt sind, dass die Kette sich kaum mehr dreht, müssen sie regelmäßig gewechselt werden. Und da Rennfahrer dabei so wenig Zeit wie möglich verlieren wollen und viele während des Rennens gleichzeitig wechseln müssen, ist das für den Zuschauer besonders spektakulär. Viel falsch machen kann der Rad-Fan aber nicht. Von vielen Punkten kann man fast die ganze Strecke einsehen.

Zeitplan

Die Radcross-Weltmeisterschaft in St. Wendel:

Samstag:

11 Uhr: WM-Rennen der Junioren.

14 Uhr: WM-Rennen U23.

Sonntag:

11 Uhr: WM-Rennen Frauen.

14 Uhr: WM Rennen der Männer. red

Hintergrund

Zwischen dem Parkplatz am Wendalinuspark und der Radcross-Strecke ist für die Zuschauer einen Pendelverkehr mit Bussen eingerichtet. Hin- und Rückfahrt kosten zwei Euro. Die Busse fahren am Sonntagmorgen ab 9 Uhr im Zehn-Minuten-Takt. red