Eine Werbung für die Chormusik

Büschfeld. Nicht das gesprochene Wort, sondern der Chorgesang stand kürzlich im Mittelpunkt des "Tag des Liedes" in der Stadt Wadern, der im zweijährigen Rhythmus seit dem ersten Auftritt der Männerchöre im Oktober 1995 in der Stadthalle Wadern zu einem kulturellen Ereignis in der Hochwaldstadt geworden ist

 Beim "Tag des Liedes" der Stadt Wadern bildete der rund 120 Stimmen zählende Gemeinschaftschor mit "Kein schöner Land" den krönenden Abschluss. Foto: Erich Brücker

Beim "Tag des Liedes" der Stadt Wadern bildete der rund 120 Stimmen zählende Gemeinschaftschor mit "Kein schöner Land" den krönenden Abschluss. Foto: Erich Brücker

Büschfeld. Nicht das gesprochene Wort, sondern der Chorgesang stand kürzlich im Mittelpunkt des "Tag des Liedes" in der Stadt Wadern, der im zweijährigen Rhythmus seit dem ersten Auftritt der Männerchöre im Oktober 1995 in der Stadthalle Wadern zu einem kulturellen Ereignis in der Hochwaldstadt geworden ist. "Grüß Gott, mit hellem Klang", begrüßten denn auch die Sänger vom Ausrichter Männergesangverein Lyra Büschfeld ihre Gäste in der heimischen Schlossberghalle.Das Ziel des "Tag des Liedes" war und ist es immer noch, den Liebhabern des Chorgesanges anspruchsvolle und abwechslungsreiche Chormusik zu bieten, dazu ist er für die Vereine ein willkommener Anlass, Kostproben ihres Könnens und ihrer Leistungsstärke zu Gehör zu bringen. Sechs Männerchöre, früher waren es schon mal neun, waren angetreten, beileibe keinen Wettstreit unter den Gesangvereinen auszutragen, sondern vielmehr Werbung für den Chorgesang zu machen.

Die Chöre, teilweise mit Klavierbegleitung, trugen Volks- und Heimatlieder vor, Gesänge aus Opern und Operetten. Krönender Abschluss war der von allen Sängern gebildete Gemeinschaftschor mit "Kein schöner Land" von Robert Edler und unter der Stabführung von Armin Kaspar (Lyra Büschfeld).

"Es war eine gelungene Veranstaltung, die ihresgleichen in unserem Kreis sucht und auch von den beteiligten Vereinen sehr ernst genommen wird. Wir haben viele schöne Lieder gehört, ein Querschnitt durch die gesamte Bandbreite des Chorgesangs", stellte Franz Meiers, Vorsitzender des Kreis-Chorverbandes Merzig-Wadern, als interessierter Zuhörer den Sangesbrüdern ein gutes Zeugnis aus. Durch den zweijährigen Rhythmus laufe sich die Veranstaltung nicht tot, sondern bleibe immer wieder lebendig.

Das konnte Joachim Meiers, Kreis-Chorleiter, nur bestätigen. "Alle Chöre haben ihr Bestes gegeben", betonte der Musiker. Ein Blick in die Aufstellung der Chöre zeigt aber, dass einige Chöre nur wenige junge Sänger in ihren Reihen haben. 65 und mehr Jahre beträgt das Durchschnittsalter, dazu müssen andere Chöre mit unter 20 Sängern auskommen. So dient denn der "Tag des Liedes" auch der Werbung um mehr Nachwuchs. Dazu hätten allerdings die Männerchöre und ihre Darbietungen bei ihrem Stelldichein der Chormusik mehr Zuspruch aus der Bevölkerung verdient gehabt.

AUF EINEN BLICK

Es haben mitgewirkt: MGV Lyra Büschfeld, Dirigent Armin Kaspar; MGV Lockweiler-Krettnich, Dirigent Christian Leidinger; MGV Concordia Noswendel, Dirigent Edgar Schuster; MGV Eintracht Nunkirchen, Dirigent Peter Spang; MGV Liedertafel Wadern, Dirigent Helmut Scheller; MGV Frohsinn Wadrill, Dirigent Werner Veit. eb