1. Saarland

"Eine wahnsinnige Leistung, die er da erbracht hat"

"Eine wahnsinnige Leistung, die er da erbracht hat"

Freisen. Für Uwe Glasen aus Haupersweiler ist es der härteste Triathlon, an dem ein Sportler teilnehmen kann. Und genau das habe ihn gereizt, am Iron-Man in Lanzarote teilzunehmen. Glasen war einer von 1350 Sportlern. Nach 12 Stunden und 41 Minuten kam er auf Platz 693 ins Ziel. In seiner Altersklasse von 40 bis 44 Jahren kam er auf Platz 133

Freisen. Für Uwe Glasen aus Haupersweiler ist es der härteste Triathlon, an dem ein Sportler teilnehmen kann. Und genau das habe ihn gereizt, am Iron-Man in Lanzarote teilzunehmen. Glasen war einer von 1350 Sportlern. Nach 12 Stunden und 41 Minuten kam er auf Platz 693 ins Ziel. In seiner Altersklasse von 40 bis 44 Jahren kam er auf Platz 133.Schwierige Radstrecke "Der Wettkampf bestand aus einer Schwimmstrecke von 3,8 Kilometern, einer Radstrecke von 180 Kilometern und einer Laufstrecke von 42,2 Kilometern", sagt der 43-Jährige. Besonders anstrengend war dabei die Radstrecke mit 2500 Höhenmetern. Auch die extremen Wetterbedingungen wie Wind und Hitze machten ihm zu schaffen. "Es ist eine wahnsinnige Leistung, die er da erbracht hat", sagt Ehefrau Emma Glasen stolz. Gemeinsam mit Freunden hatte sie den Wettkampf über Internet und Handy verfolgt. Auf Grund ihrer Schwangerschaft konnte sie ihren Mann nicht nach Lanzarote begleiten. Sie fieberte deswegen von zu Hause aus mit: "Es war sein Traum - und ich habe ihm gesagt, er soll es durchziehen." Zehn Monate lang hatte Glasen für den Wettkampf trainiert. Rund 500 Stunden. "Sieben Monate davon betreute mich Dominik Schammne. Wichtig war vor allem das Rad- und Schwimmtraining. Im Mountainbiken kenne ich mich ja gut aus", sagt Glasen. Seit 2004 ist er Mitglied im Mountainbike-Verein "Grüne Hölle Freisen". Freund Thomas Alles hat ihn während seines Wettkampfes begleitet. "Wir waren bereits einige Tage vor Beginn des Iron-Man in Lanzarote und haben uns dort die Strecken angesehen."175 Euro für guten ZweckGlasen war beim Iron-Man weniger die Platzierung wichtig, es ging ihm ums das Ereignis selbst. Es reizte ihn, einen sportlich anspruchsvollen Tag zu erleben. Er wollte herausfinden, ob es möglich sei, den Wettkampf trotz der Anstrengungen zu genießen. Zudem war es ihm wichtig, gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Glasen: "Ich habe für jede angebrochene Stunde des Iron-Man fünf Euro gesammelt und sie nach meinem Ziellauf noch einmal verdoppelt." Gemeinsam mit Familie Alles, die für jeden Kilometer 20 Cent spendete, kam somit eine Summe von 175,20 Euro zusammen. Die gingen an ein SOS Kinderdorf in Haiti. "Generell war es einfach eine tolle Erfahrung - und ich will so etwas auch unbedingt noch Mal erleben. Der Iron-Man 2014 in Roth ist daher mein nächstes Ziel."