1. Saarland

„Eine veritable Achterbahnfahrt“

„Eine veritable Achterbahnfahrt“

Zum Start fünf Niederlagen in Folge – die Handballfreunde Illtal erlebten einen verkorksten Saisonstart. Durch die drittbeste Rückrunde aller Teams fällt das Fazit des Oberligisten aber mehr als versöhnlich aus. Die HF II schafften in der Saarlandliga den Klassenverbleib.

Erich Hinsberger, Vorsitzender der Handballfreunde Illtal (HFI), erinnert sich angesichts von nur 13:17 Punkten aus der Hinrunde der Oberliga an eine unbefriedigende Hinrunde. "Beim Weihnachtsessen hat jemand gewettet, dass wir in der Rückrunde dagegen umgekehrt mindestens 17:13 Punkte holen würden", verrät Kapitän Sebastian Hoffmann. Mit dem klaren 38:29-Sieg im letzten Saisonspiel am Samstag in Bitburg sind die HFI nun am Ende der Saison mit insgesamt 33:27 Zählern auf Tabellenplatz sieben gelandet.

Die Rückrundenbilanz (20:10 Punkte) ist die drittbeste aller Vereine in der Liga. Hinsberger: "In der Rückrunde ging bei uns echt der Punk ab. Steffen Ecker hat die Mannschaft auf Top-Temperatur gebracht. Stärker haben wir uns nur im Meisterschaftsjahr 2005 präsentiert." Der gelobte Trainer, Steffen Ecker, ist demnach auch "sehr froh, dass wir unser Saisonziel erreicht haben". Der Saisonverlauf habe einer "veritablen Achterbahnfahrt" geglichen.

Die Saison der HFI startete dagegen im Keller mit fünf Niederlagen in Folge, dann sprangen in den Saarderbys gegen die HG Saarlouis II und die HSG Völklingen nur Unentschieden heraus. Der erste Sieg gelang erst am achten Spieltag, mit 30:20 gegen die SG Ottersheim.

Durch die Fliehkräfte der Runde wurde es den HFI-Anhängern nicht selten etwas blass um die Nase; erste Kritik am Trainer wurde laut. Zwischen Trainer, Vorstand und Mannschaft jedoch passte kein Blatt Papier. "Es zeichnet einen funktionierenden Verein aus, dass jeder jedem zur Seite steht", erklärt Ecker. Weiter: "So helfen sich auch die Mannschaften untereinander vorbildlich aus."

Gemeinsam wurde auch der Klassenverbleib der zweiten Mannschaft in der Saarlandliga geschafft. "Die ideale Klasse für die jungen Spieler, um Wettkampfhärte zu bekommen und so den Sprung nach oben zu schaffen", weiß Ecker. Christoph Holz (Jahrgang 1992) ist das beste Beispiel dafür. In dieser Saison wurde das Illtaler Eigengewächs mit 145 Toren (4,8 pro Spiel) bester Schütze der Oberliga-Mannschaft. Nur er und der 29-jährige Routinier Oliver Zeitz (132/20 Tore) waren in allen 30 Spielen eingesetzt. Viele hatten dagegen Verletzungspech: Andreas Rokay konnte nur 17 Spiele machen, Daniel Altmeyer 22, auch Sven-Malte Hoffmann musste sieben Mal aussetzen.

Am 5. Juli werden die HFI ihre neue Mannschaft vorstellen. Bisher ist nur klar, dass sich der Verein von seinen Torleuten Manuel Weinmann (VTZ Saarpfalz) und Christian Ruppert (TV Kirkel) trennt. "Ansonsten halten wir die Mannschaft zusammen", erklärt Hinsberger.

Neuzugänge sind noch nicht spruchreif. Trainer der zweiten Mannschaft wird Marcel Liebetrau im Gespann mit dem bisherigen Trainer Marko Heidemann, der als Spielertrainer fungiert.

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Auf einen BlickDie Handballfreunde Illtal haben ihr letztes Spiel der Oberligasaison 2012/2013 beim Tabellenletzten TV Bitburg am Samstagabend mit 38:29 gewonnen. "Auch in der Höhe verdient", urteilte HFI-Trainer Steffen Ecker. Nach ausgeglichenen Anfangsminuten dominierten die HFI ab der zehnten Spielminute das Geschehen. Zur Halbzeit führten die Gäste aus dem Saarland bereits mit 22:17. Torwart Christian Ruppert zeigte in seinem Abschiedsspiel eine sehr gute Leistung und erzielte sogar ein Tor. Christoph Holz trug acht Tore zum Sieg bei, ebenso Sebastian Hoffmann. Die übrigen Torschützen: Daniel Altmeyer 7, Pascal Meisberger 6, Sven-Malte Hoffmann 5, Oliver Zeitz 3. sep