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Eine Verbeugung vor Reinhard Mey

Eine Verbeugung vor Reinhard Mey

Sulzbach. Nein, versichert Wolfgang Winkler, er, der neue französische Generalkonsul Frédéric Joureau und Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam planen keinen Reinhard-Mey-Imitatoren-Wettbewerb. "Das Festival ist zwar Reinhard Mey gewidmet. Das heißt aber nicht, dass alle wie er singen müssen", sagt Winkler

Sulzbach. Nein, versichert Wolfgang Winkler, er, der neue französische Generalkonsul Frédéric Joureau und Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam planen keinen Reinhard-Mey-Imitatoren-Wettbewerb. "Das Festival ist zwar Reinhard Mey gewidmet. Das heißt aber nicht, dass alle wie er singen müssen", sagt Winkler. Das Festival, das ist der "Deutsch-französische Chanson- und Liedermacherpreis", den Winkler gerade zum zweiten Mal unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters und des Generalkonsuls organisiert.Am 2. März kommenden Jahres geht der Wettbewerb in der Sulzbacher Aula über die Bühne. Fünf Interpreten wählt eine Jury vorher für den musikalischen Wettstreit aus. Die Bewerbungsfrist endet zwar erst am letzten Tag dieses Jahres, 30 Musiker haben aber bereits ihren Hut in den Ring geworfen, teilte Wolfgang Winkler am Freitag auf Anfrage mit.

Die Bewerbungen kommen aus ganz Deutschland, aus Frankreich und aus Belgien. Sogar eine Bewerbung aus dem französischsprachigen Teil Kanadas ist dabei. Auf eine Meldung aus dem Saarland wartet Winkler noch vergebens. Immerhin, drei Musiker von hier gebe es, die sich nach den Wettbewerbsbedingungen erkundigt haben. Die sind ganz einfach: Der Künstler muss sich zunächst entscheiden, ob er im deutsch- oder im französischsprachigen Wettbewerb antreten will. Für beide Sparten gibt es einen Preis in Höhe von 2000 Euro. 1000 Euro bekommen die jeweils Zweitplatzierten. Jeweils 500 Euro gibt es für Künstler, die am Wettbewerbsabend ein Lied in der jeweils anderen Sprache vortragen. Der Preis, über den das Publikum entscheidet, ist ebenfalls mit 500 Euro dotiert. Und dann gibt es noch 500 Euro für jeden der fünf Musiker, der eigens für den Abend ein Lied zum Thema "Salz" geschrieben hat.

Weil jeder der eingeladenen Künstler also ziemlich sicher 500 Euro bekommt, sei "dieser Preis auch respektvoll gegenüber den eingeladenen Künstlern", sagt Gerd Heger, der "Monsieur Chanson" des Saarländischen Rundfunks. Heger sitzt zusammen mit Wolfgang Winkler, Susanne Wachs und einem Vertreter der Stadt Sulzbach in der Jury, die entscheidet, welche Musiker nach Sulzbach eingeladen werden. Das werde kein leichter Job, sagt Winkler, der sich die 30 bereits vorliegenden Bewerbungen schon angehört hat. "Da sind sehr interessante Sachen dabei. Das wird mal wieder sehr schwierig werden", kündigt er an. Klar ist: Reinhard Mey selbst kommt nicht. Aber das Festival sei eine tiefe Verbeugung vor ihm.

chansonpreis.de

"Was Brassens in Frankreich ist, das ist Reinhard Mey für uns."

Wolfgang Winkler