1. Saarland

Eine Top-Werbung für einen Top-Wanderweg

Eine Top-Werbung für einen Top-Wanderweg

Losheim/Nonnweiler. Gut 180 Kilometer ist er lang, und er verbindet die Cloef oberhalb der Saarschleife mit der Edelsteinstadt Idar-Oberstein: der Saar-Hunsrück-Steig

Losheim/Nonnweiler. Gut 180 Kilometer ist er lang, und er verbindet die Cloef oberhalb der Saarschleife mit der Edelsteinstadt Idar-Oberstein: der Saar-Hunsrück-Steig. Im vergangenen Jahr wurde dieser Landesgrenzen überschreitende Fernwanderweg eröffnet, und auf Anhieb hat er sich bei der Zertifizierung mit dem Deutschen Wandersiegel den Spitzenplatz unter den bislang zertifizierten Fernwanderwegen in Deutschland gesichert. Jetzt liegt der erste "große" Wanderführer zu diesem Top-Wanderweg vor: In der Wanderstube des Maison au Lac stellten die Tourismusverantwortlichen des Landkreises Merzig-Wadern gemeinsam mit dem Autor Günter Schmitt und dem Verleger Heiner Linsenmeier das kompakte Taschenbuch "Der Saar-Hunsrück-Steig" vor. Knapp 250 Seiten ist der Band stark, und er stellt den Saar-Hunsrück-Steig in elf Etappen vor, wobei die letzten beiden Etappenvorschläge sich auf den rund 30 Kilometer langen "Abzweig" von Kell am See nach Trier beziehen. Die Aufteilung des Weges in diese Wanderabschnitte sind seine persönlichen Vorschläge, betont Autor Günter Schmitt. Natürlich bleibe es jedem Wanderer unbelassen, seine ganz individuelle Wanderstrecke nach eigenem Gusto zu wählen. Wie es von einem ordentlichen Reiseführer zu erwarten ist, enthält Schmitts Buch alle bedeutsamen Informationen über die einzelnen Wegabschnitte: Er bietet Routenbeschreibungen, Wanderkarten, Hinweise zur Verkehrsanbindung, verweist auf Sehenswürdigkeiten entlang der Wanderstrecke und gibt Tipps, wo der Wanderer unterwegs Einkehr halten kann. Dutzende eindrucksvolle Farbaufnahmen liefern zudem Impressionen von den Natur-Schönheiten, die der Wanderer auf dem Saar-Hunsrück-Steig zu sehen bekommt. Schmitt dankte bei der Präsentation des Buches dessen Gestalter Stefan Scherer, der dazu beigetragen habe, dass der Wanderführer "zu einem Kunstwerk" geworden sei. Zweimal ist der Autor für die Recherchen zu seinem Buch den Saar-Hunsrück-Steig komplett abgelaufen. Er habe festgestellt, dass sich nach der Eröffnung des Weges eine sehr positive Entwicklung gezeigt habe: "Die große und bundesweite Resonanz der Wanderer auf diesen Weg hat bei allen Beteiligten eine ganz neue Dynamik in Gang gesetzt." Auch Losheims Bürgermeister Lothar Christ verwies darauf, dass der Saar-Hunsrück-Steig ein "Erfolgsprodukt" sei: "Seit seiner Eröffnung sind über 70000 Wanderer den Weg gegangen." Erst vor kurzem war die Streckenführung des Weges durch die Gemeinde Losheim so modifiziert worden, dass er seither am Losheimer Stausee vorbeiführt. Für Lothar Christ eine gute Entscheidung: "Wir sind froh, dass der Weg jetzt am Stausee entlang geht, das erhöht seine Attraktivität." Der neue, "gut recherchierte" Wanderführer von Günter Schmitt sei ein wichtiges Stück Werbung für den Weg. Auch Verleger Heiner Linsenmeier verspricht sich einiges vom neuen Buch: "Wir haben schon Anfragen aus dem Reich' bekommen." Peter Klein, Geschäftsführer des Merzig-Waderner Tourismusverbandes, wies darauf hin, dass Schmitts Buch zwar das erste zum Saar-Hunsrück-Steig sei, aber nicht das einzige bleiben werde: "Uns gegenüber haben schon einige renommierte Verlage aus der Reiseführer-Branche ihr Interesse bekundet, etwas über den Saar-Hunsrück-Steig zu machen." Im nächsten Jahr sei mit weiteren Publikationen über den Weg zu rechnen. "Der Saar-Hunsrück-Steig" (ISBN: 978-3-937811-06-2), erschienen im Verlag PVS Edition in Heusweiler, 9,95 Euro im Buchhandel. "Wir sind froh, dass der Weg jetzt am Stausee entlang geht, das erhöht seine Attraktivität." Losheims Bürgermeister Lothar Christ über den Saar-Hunsrück-Steig