1. Saarland

Eine Sportstätte quasi als Geschenk Eine Sportstätte als "Geschenk"

Eine Sportstätte quasi als Geschenk Eine Sportstätte als "Geschenk"

Primstal. In der einen Hälfte des Feldes kickt der Jungprofi des 1. FC Kaiserslautern, Boris Becker, mit Schülern, die bereits für die Jugendmannschaften des VfL Primstal auf Torejagd gehen. Unter dem Basketballkorb üben drei Jugendliche Würfe, die sie sich bei NBA-Champion Dirk Nowitzki abgeschaut haben

Primstal. In der einen Hälfte des Feldes kickt der Jungprofi des 1. FC Kaiserslautern, Boris Becker, mit Schülern, die bereits für die Jugendmannschaften des VfL Primstal auf Torejagd gehen. Unter dem Basketballkorb üben drei Jugendliche Würfe, die sie sich bei NBA-Champion Dirk Nowitzki abgeschaut haben. Auf dem neuen Multifunktionsspielfeld direkt neben der ERS können die Kinder und Jugendlichen nun verschiedene Sportarten ausprobieren und finden in der Schulpause wie in der Freizeit eine sinnvolle Beschäftigung, die Spaß macht, bei der sie sich austoben können. Der 15 mal 30 Meter große, umzäunte Platz ist mit einem Kunststoffbelag und einem Ballfangzaun versehen und kann auf ganz verschiedene Art und Weise genutzt werden. Neben Fußball und Handball kann sich der Nachwuchs auch in Basketball und Volleyball üben. Der Bau des Multifunktionsfeldes wurde mit rund 100.000 Euro komplett vom Land gefördert. "Wir haben das Feld quasi geschenkt bekommen, auch wenn wir mit den Kosten etwas drüberlagen", teilt der Nonnweiler Bürgermeister Hans-Uwe Schneider freudig mit. Denn 12 000 Euro habe die Gemeinde für die Entwässerung des Platzes und gleichzeitig für die Entwässerung des Heimes des Deutschen Roten Kreuzes investiert. Die Nähe zum Schulstandort wurde gewählt, um die Nutzung während des Sportunterrichts sowie den Kindern eine sinnvolle Beschäftigung und gesunde Bewegungsmöglichkeiten für die Nachmittagsbetreuung zu ermöglichen. Zusätzlich soll ein abwechslungsreiches Freizeitangebot für die Kinder und Jugendlichen am Nachmittag und frühen Abend geschaffen werden. "Es wird immer Kinder und Jugendliche geben, die sich nicht in Vereinen organisieren. Auch sie sollen sich durch den Sport entwickeln. Nirgendwo klappt das so reibungslos wie im Landkreis St. Wendel", betont der Abteilungsleiter im Sportministerium, Peter Klär. Der Platz, so Schneider, werde nicht abgesperrt, die Einhaltung der Platzordnung sei verbindlich. "Die jungen Leuten sollen den Platz zu ihrer eigenen Sportstätte machen", vertraut der Bürgermeister in den Nachwuchs. Verlaufe alles ordnungsgemäß, kündigt der Verwaltungschef an, dann werde als Zugabe noch eine Beleuchtung installiert, um den Spielbetrieb in den Wintermonaten bis in die Abendstunden zu ermöglichen.

Rückblick

Mit der Planung für den Bau des Platzes begann die Gemeinde Nonnweiler im Jahre 2009. Wegen Problemen beim Ankauf der Fläche nahe der ERS mit den Eigentümern, musste ein anderer Platz als Alternative gesucht werden. Für eine Fläche am Naturschwimmbad erhielt die Gemeinde aufgrund des Naturschutzes keine Genehmigung. Daraufhin wurden erneut die Gespräche mit den Eigentümern der Flächen an der ERS gesucht. Nachdem ein Grundstück gekauft, ein Zweites getauscht wurde, hat die Gemeinde 2010 den Bau des Platzes dann in Angriff genommen. frf

Hintergrund

Das Projekt "Neubau von Multifunktionsfeldern" wird vom Ministerium für Inneres und Europaangelegenheiten und dem Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport durchgeführt. Mit einem Investitionsvolumen von über sechs Millionen Euro werden in der Umgebung saarländischer Gesamtschulen und Erweiterter Realschulen Multifunktionsfelder errichtet. Die Felder können sowohl in den Schulpausen als auch während Nachmittagsbetreuung und Freizeit für eine Vielzahl von Sportarten genutzt werden. frf