Eine Kämpferin für streunende Hunde in Griechenland

Saarbrücken. Als sich Sonja Reuter aus Saarbrücken-Klarenthal vor drei Jahren in Griechenland aufhielt, war sie schockiert von den vielen verwahrlosten, misshandelten Hunden. Tief bewegt von den Missständen gründete sie 2011 mit einer Freundin den Verein "Home for Dogs" ("Zuhause für Hunde")

 Sonja Reuter kümmert sich liebevoll um das Wohlergehen der Vierbeiner. Foto: privat

Sonja Reuter kümmert sich liebevoll um das Wohlergehen der Vierbeiner. Foto: privat

Saarbrücken. Als sich Sonja Reuter aus Saarbrücken-Klarenthal vor drei Jahren in Griechenland aufhielt, war sie schockiert von den vielen verwahrlosten, misshandelten Hunden. Tief bewegt von den Missständen gründete sie 2011 mit einer Freundin den Verein "Home for Dogs" ("Zuhause für Hunde"). Für dieses Engagement wählten sie zahlreiche SZ-Leser zur "Saarlands Besten"-Einzelperson im Monat Februar.Als Vereinsvorsitzende organisiert sie mit ehrenamtlichen Mitgliedern Spendenaufrufe, den Transport von Futter- und Sachspenden ins Ausland, den Transport der Tiere zu ihrem neuen Zuhause und die "Vorkontrollen" bei Familien, die einen Hund bei sich aufnehmen wollen. "Wir wollen sicherstellen, dass wirklich Hund und Menschen zusammenpassen." Unter ihrem Vorsitz gelang es dem Verein, 150 ausgesetzte, in Tierheimen abgegebene und ehemalige Straßenhunde in der Region zu vermitteln, berichtet Reuter: "Wir pflegen auch nach der Vermittlung eines Hundes noch guten Kontakt mit den Familien und stehen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite." Da Halter ihre Hunde oft aus verschiedenen Gründen abgeben wollen, arbeitet die 38-jährige mit qualifizierten Hundetrainern zusammen. Bei Bedarf schickt sie diese auch in Familien mit Hunden.

Seit 2008 engagiert sie sich zudem ehrenamtlich im Saarbrücker Bertha-Bruch-Tierheim. Da die Vermittlung von heimatlosen Hunden ein schier endloser Kampf ist, unterstützt Reuter Kastrationsprojekte in Griechenland und Kroatien und kümmert sich darum, dass dort die Streuner mit Parasitenhalsbändern versorgt werden. Sie informiert über die Arbeit des Vereins und die Situation von Hunden in Griechenland und Kroatien. Auch ist sie selbst oft dort vor Ort, um mit den Tierschützern zu sprechen und die Bevölkerung über einen artgerechten Umgang mit Hunden zu informieren. Letztlich wolle sie erreichen, dass man Tiere wie fühlende Mitgeschöpfe behandelt und dass die Menschen verstehen, dass jedes Tier den Kampf wert ist. bera