1. Saarland

Eine Jugendkultur hat sich entwickelt

Eine Jugendkultur hat sich entwickelt

Nohfelden. Vor zehn Jahren eröffnete der Verein Was geht?! e. V. Jugendhilfe das Jugendbüro in der Gemeinde Nohfelden und war bis Ende 2003 dessen freier Träger. "Mit einem breitem Angebot wollen wir eine kinder- und familienfreundliche Gemeinde entwickeln", erklärte Was geht?!-Präsident Magnus Jung

Nohfelden. Vor zehn Jahren eröffnete der Verein Was geht?! e. V. Jugendhilfe das Jugendbüro in der Gemeinde Nohfelden und war bis Ende 2003 dessen freier Träger. "Mit einem breitem Angebot wollen wir eine kinder- und familienfreundliche Gemeinde entwickeln", erklärte Was geht?!-Präsident Magnus Jung. Im Bereich des außerschulischen Angebots innerhalb der Gemeinde habe er eine Aufbruchstimmung festgestellt. "Wir sind mit der Entwicklung zufrieden, und wollen natürlich weiterhin die Leute mitnehmen", freute sich Roland Ruttloff, der Geschäftsführer von Idee.on. gGmbH, die ab 2004 die Trägerschaft des Jugendbüros übernahm. "Dabei sehen wir uns nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten der Vereine", stellte Ruttloff klar. In den zurückliegenden zehn Jahren sei die Kompetenz gewachsen und der professionelle soziale Zugang in der Gemeinde sei mittlerweile ein ganz anderer geworden. "Das Jugendbüro ist immer in der Lage kurzfristig etwas für die Kinder, die Jugend oder die Familien etwas auf die Beine zu stellen", lobte Bürgermeister Andreas Veit.25 000 Euro lässt sich die Gemeinde pro Jahr die Jugendarbeit kosten. "Das ist eine Summe, die sich sehen lassen kann, und sehr sinnvoll eingesetzt ist", meinte Veit. Das Büro zog anfangs in den Türkismühler Bahnhof ein, siedelte sechs Jahre später ins alte Amtshaus nach Nohfelden um, und ist seit 2007 im Rathaus untergebracht. Vor fünf Jahren löste der Diplom-Sozialpädagoge André Jungmann seinen Vorgänger Edwin Rausch, der eine halbe Stelle bekleidete, im Jugendbüro ab. Die Unterstützung der Jugendlichen bei der Organisation von Jugendräumen und Jugendtreffs, ist nur eine der Aufgaben, die der Jugendpfleger übernimmt. "Die Jugendclubs in Walhausen und Eisen sind von uns aufgebaut worden", erzählte Rausch. Heute ist Jungmann für die vier Treffs in Eisen, Walhausen, Selbach und Eiweiler der Ansprechpartner in allen Fragen, und leistet pädagogische Unterstützung.

Der Berufsjugendliche organisiert Ferienfreizeiten, Kultur-und Freizeitangebote sowie Bildungsveranstaltungen zu jugendspezifischen Themen. Als Netzwerker und Schoolworker ist er in allen Schulformen unterwegs. "So lerne ich die Kinder schon im Kindergartenalter kennen, sie kennen mich, und ich kann sie langfristig begleiten", wertete Jungmann als großen Vorteil, um frühe Hilfe schnell zu organisieren. Veränderungen in der Familienstruktur erfordern nach Jungs Ansicht professionelle Betreuungsangebote gerade heraus. Für die Zukunft schwebt Jung die Teilhabe an Bildungsprojekten des Bundes vor, um sozial schwache Familien besser erreichen zu können.

Auf einen Blick

Zehn Jahre Jugendbüro Nohfelden am Samstag, 17. September, ab 14 Uhr. Das Programm: Los geht es mit den Auftritten von Eddie Zauberfinger und Martin Mathias. Danach spielt das Jugendorchester Eisen auf. Hit auf Hit werden in der Jugenddisco aufgelegt. Zum Austoben steht eine Hüpfburg bereit. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im evangelischen Gemeindehaus statt. frf