Eine Großregion - viele Filmemacher

Saarbrücken. Die Filmschau Großregion ist ab Donnerstag, 17. September, zu Gast in Saarbrücken und Saargemünd. Das Publikum hat Gelegenheit, aktuelle Filme aus der Region kennenzulernen und mit den Regisseuren zu diskutieren. Die Filme stammen aus dem Saarland, aus Lothringen, Luxemburg und der Wallonie. Nachwuchsregisseuren bietet die Filmschau Kontakt- und Informationsmöglichkeiten

Saarbrücken. Die Filmschau Großregion ist ab Donnerstag, 17. September, zu Gast in Saarbrücken und Saargemünd. Das Publikum hat Gelegenheit, aktuelle Filme aus der Region kennenzulernen und mit den Regisseuren zu diskutieren. Die Filme stammen aus dem Saarland, aus Lothringen, Luxemburg und der Wallonie. Nachwuchsregisseuren bietet die Filmschau Kontakt- und Informationsmöglichkeiten. Am Donnerstag, 17. September, kommt die belgische Schauspielerin Christelle Cornil zu einem Kurzfilmabend in die Cinémas Forum Sarreguemines. Für ihre Rolle in "Stencil" gewann sie zuletzt den Darstellerpreis des Festivals "Paris tout court". In Saarbrücken ist die Filmschau ab 18. bis 20. September zu Gast. Das Saarbrücker Kino Achteinhalb (Nauwieser Straße 19, Innenhof) zeigt am Freitag, 18. September, 17.30 Uhr, den animierten Dokumentarfilm "Katzenlektionen", eine Reise auf den Spuren des freiheitsliebenden Haustiers. Regisseurin Myriam Tonelotto hat den Mythos der persönlichen Freiheit untersucht, anhand von Katzengeschichten aus aller Welt. In einer Videonacht am Kunstsilo im Osthafen geben am Freitag ab 20.30 Uhr Studierende der Kunsthochschulen anschließend Einblick in ihre Arbeiten. Premiere hat dabei der Lochkamera-Film "Der Tanz von Prinzessin Hiroshibelle" des Saarbrücker Medienkünstlers Volker Schütz. Am Samstag, 19. September, 20 Uhr, ist die Regisseurin Claire Burger aus Paris zu Gast im Kino Achteinhalb. Die gebürtige Forbacherin hat an der renommierten La Fémis in Paris studiert. Die Filme "Forbach" und "C'est gratuit pour les filles" drehte sie in ihrer Heimatstadt. Burger arbeitet dabei mit Laiendarstellern. Sie erzählt ihre Geschichten mit kompromisslosem Realismus. Bereits um 18 Uhr zeigt am Samstag das Programm "Achtung Kurzfilm" in ungewöhnlicher Form, teils mit einem Augenzwinkern, die Dinge des Lebens auf. Die Filme in der Reihe "Blackout", die dann ab 22 Uhr gezeigt werden, widmen sich dem Unheimlichen und Mysteriösen. Am Sonntag, 20. September, 11 Uhr, ist "Volver a Chile" von Matthias Schilhab im Rahmen eines Filmbrunchs im Achteinhalb zu sehen. Der Film dokumentiert die Rückkehr des Musikers Gaston de Avila in seine südamerikanische Heimat. Avila war vor dem Pinochet-Regime geflohen und hat 15 Jahre im Saarland gelebt.Um 18 Uhr läuft am Sonntag "Mila tu". Der Film thematisiert die Abschaffung der Beschneidung in Tansania. Bürgerinitiativen setzen sich für die Einführung eines Ersatzrituals ein, das zwar den lokalen Bräuchen folgt, jungen Frauen aber keinen körperlichen Schaden zufügt. Zum Abschluss der Saarbrücker Station der Filmtage läuft um 20 Uhr der Spielfilm "Luftbusiness" von Dominique de Rivaz. Er handelt von drei Obdachlosen, die ihr Glück bei einer Online-Auktion versuchen. Der erste verkauft seine Kindheit, der zweite seine alten Tage und der dritte seine Seele. Sie wollen sich von Überflüssigem befreien, stellen aber fest, dass sie das Wesentliche verloren haben. Die Filmschau Großregion zieht dann weiter nach Dudelange. Hier schließt sie am Dienstag, 22. September, 18 Uhr, mit zwei Vorstellungen im Ciné Starlight Dudelange: "Une autre histoire juive" erzählt die Geschichte der Juden im Rheintal. Und "Johann Becker" heißt Günther Ruschels Dokumentarfilm über den Widerstandskämpfer aus Oberthal, der sich im Konzentrationslager Buchenwald für das Leben seiner Mithäftlinge einsetzte. redwww.filmbuero-saar.de