Eine Gräfin würdigt die "grünen Händchen"

Neunkirchen · Beim Wettbewerb "Neunkircher Wohlfühloasen" entwickelt sich auch ein Gemeinschaftsgefühl bei den Teilnehmern, beobachten die Organisatoren. So gehe es eben nicht nur um eine mögliche Auszeichnung, sondern auch um einen Ideen-Austausch.

 Im Einsatz für für eine grünere Stadt: Jürgen Specht, Wolfgang Hrasky, Friedemann Thinnes, Helmut Lembach (v. links). Foto: Willi Hiegel

Im Einsatz für für eine grünere Stadt: Jürgen Specht, Wolfgang Hrasky, Friedemann Thinnes, Helmut Lembach (v. links). Foto: Willi Hiegel

Neunkirchen. Zur Begrüßung hat die Männerrunde beim Besuch in unserer Redaktion erstmal einen Blumengruß überreicht - frühlingshaft mit Narzissen, Ranunkeln und Efeuranke. Passt auch gut zum Thema: Programm für die neue Auflage des Wettbewerbs "Neunkircher Wohlfühloasen" . Es ist die zehnte Auflage, und das will besonders gewürdigt sein. Jürgen Specht, der als Mitglied des Bürgerstammtischs Unterstadt vor zehn Jahren den Wettbewerb ins Leben rief, zieht mit ein bisschen Stolz Zwischenbilanz: "Es gab Miesmacher, die gesagt haben: Das wird doch nichts! Davon darf man sich nicht beeindrucken lassen. Mit vollem Einsatz und Leidenschaft lässt sich was erreichen." Für ein schöneres Wohnen in Neunkirchen. Damals bei der Premiere, erinnert Specht, waren es 24, die am Wettbewerb teilgenommen haben. Im Vorjahr waren es schon 74.Und wie viele sollen es im runden Geburtstagsjahr werden? Die 75, da nicken auch Helmut Lembach und Friedemann Thinnes von der Bürgerinitiative Neunkirchen Stadtmitte, Horst Herrmann vom Bürgerstammtisch sowie Stadtteilmanager Wolfgang Hrasky, wäre schon eine schöne, dazu passende runde Zahl. Die 100, die Horst Herrmann augenzwinkernd als Zielmarke ins Gespräch einwirft, wäre zwar auch ganz toll, ließe aber die Ehrenamtler wohl auch an ihre Grenzen stoßen. Wollen doch alle Teilnehmer besucht und bewertet sein. Neunkircher aus der Innenstadt können ihre Oase in einer der folgenden Kategorien vorstellen: Vorgarten, Terrasse, Balkon, Fassade, Hinterhofgarten. Für besonders schöne Oasen winken Geld- und Sachpreise.

Zum Zehnjährigen gibt es auch Besonderes, berichtet die Runde weiter. So werden im Gegensatz zu den Vorjahren die Termine Preisverleihung (im KOMM) und Fotovernissage (in der Sparkasse) auf einen Termin zusammengelegt im Rathaus: am 27. September im Rahmen der Interkulturellen Woche. Dann wird es in diesem Jahr eine Schirmherrin geben: Gräfin Catherina Bernadotte af Wisborg. Sie lächelt auch im aktuellen Prospekt, den auf dem Titelblatt eine Hibiskusblüte ziert. Und zudem ist für Teilnehmer und ehrenamtliche Organisatoren eine gemeinsame Pfingstfahrt in den Garten der Sinne und in einen Privatgarten nach Merzig geplant.

Mitmachen beim Wettbewerb "Neunkircher Wohlfühloasen können Eigentümer und Mieter. Die Anlage muss allerdings im Gebiet der "Sozialen Stadt (Innenstadt) liegen, heißt es in der Ausschreibung weiter. Anmeldungen sammelt das Stadtteilbüro bis zum 20. Juni.

"Es entwickelt sich auch ein Gemeinschaftsgefühl der Teilnehmer, sagt Hrasky. "Bei der Preisverleihung geht es nicht nur um den Preis, sondern auch darum, sich auszutauschen, zu schauen, wie es denn bei anderen aussieht."

Hintergrund

Veranstalter des Hinterhofwettbewerbs "Neunkircher Wohlfühloasen" sind der Bürgerstammtisch Unterstadt,die Bürgerinitiative Neunkirchen Stadtmitte sowie das Stadtteilbüro Neunkirchen. Der Wettbewerb soll dazu motivieren, heißt es, den städtischen Lebensraum zu begrünen und damit beizutragen, dass man sich in Neunkirchen wohlfühlt. red