Eine Geschichte ohne Ende

Eine Geschichte ohne Ende

Mit historischen Gebäuden ist es so eine Sache. Zum einen sind viele Emotionen mit ihnen verbunden, wer möchte schon gern auf eine lieb gewonnene Einrichtung verzichten. Zum anderen sind diese Gebäude - wie das Wort "historisch" schon ausdrückt - zumeist sehr alt. Der Zahn der Zeit hat an ihnen genagt, Sanierungen sind unumgänglich

Mit historischen Gebäuden ist es so eine Sache. Zum einen sind viele Emotionen mit ihnen verbunden, wer möchte schon gern auf eine lieb gewonnene Einrichtung verzichten. Zum anderen sind diese Gebäude - wie das Wort "historisch" schon ausdrückt - zumeist sehr alt. Der Zahn der Zeit hat an ihnen genagt, Sanierungen sind unumgänglich. Und diese sind teuer, in vielen Fällen gar ein Fass ohne Boden, so dass ein Neubau sinnvoller wäre - und günstiger.Ein solches Beispiel ist die Homburger Hohenburgschule. Sie ist zwar nur in kleinen Teilbereichen vom Denkmalschutz her schützenswert. Aber gerade viele Innenstädter möchten sie nicht missen. Sie gehört für sie zum Stadtbild einfach dazu. Seit Jahren wird deshalb zum Teil heftig diskutiert, ob ein Abriss oder eine Sanierung infrage kommen. Die Stadt fürchtet Sanierungskosten im hohen einstelligen Millionenbereich, Befürworter einer Erhaltung glauben, dass eine Sanierung günstiger zu haben wäre. Die Wahrheit dürfte, wie so oft, irgendwo in der Mitte liegen, wenngleich die Stadt gerade erst mit der Luitpoldschule in Erbach eine Mammutsanierung hinter sich hat - mit vielen negativen Überraschungen. Auch die Sanierung der Kirrberger Schule hat Unsummen verschlungen.

Ob die Summe für die Hohenburgschule letztlich als "zu hoch" oder als "noch machbar" eingeschätzt wird, liegt in der jeweiligen Sichtweise begründet. Eines ist klar: Die Sanierung wird richtig Geld kosten. Die Bürger haben ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren. Anschließend muss eine Entscheidung her, wie sie auch ausfallen möge. Eines steht fest: Je länger man mit einer Sanierung wartet, desto schlechter wird die Bausubstanz. Der Stadtrat, der bei diesem Thema schon (zu) lange herumeiert, hat das letzte Wort und muss in Zeiten leerer Kassen rational entscheiden: Geld in die Hand nehmen für eine umfangreiche Sanierung oder besser doch für einen Neubau? Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, muss anschließend endlich gehandelt werden.

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