1. Saarland

Eine einheitliche DJK-Philosophie

Eine einheitliche DJK-Philosophie

Marpingen. "Eine gute Jugendarbeit zu haben ist in Anbetracht des demographischen Wandels fast überlebenswichtig für einen Verein", sagt Manfred Wegmann, Vorstandsmitglied der DJK Marpingen. Er ist auch Trainer der Männer der Handball-Spielgemeinschaft Nordsaar

Marpingen. "Eine gute Jugendarbeit zu haben ist in Anbetracht des demographischen Wandels fast überlebenswichtig für einen Verein", sagt Manfred Wegmann, Vorstandsmitglied der DJK Marpingen. Er ist auch Trainer der Männer der Handball-Spielgemeinschaft Nordsaar. Wegmann erklärt: "Unser Verein erlebt dadurch, dass es immer weniger Jugendliche gibt, einen Umbruch, was im männlichen Bereich schon dazu führte, dass wir uns mit der DJK Oberthal zu einer Spielgemeinschaft zusammengetan haben." Daher habe man sich schon länger Gedanken darüber gemacht, wie mehr Jugendliche begeistern werden können. "Herausgekommen ist ein Jugend-Konzept, an dem sich auch die DJK Oberthal beteiligt", erklärt Wegmann. "Grob umschrieben bekommen unsere Trainer vorgegeben, welche Ziele in welcher Jahrgangsstufe erreicht werden sollen. Im Prinzip sieht das so aus, dass beispielsweise die C- auf die D-Jugend aufbaut, und die B- wiederum auf die C-Jugend. Natürlich reden wir den Trainern nicht in die konzeptionelle Umsetzung rein, aber wir wollen schon so etwas wie eine einheitliche DJK-Philosophie entwickeln, die sich durch den kompletten Jugendbereich bis hin zu den Aktiven zieht", berichtet Wegmann. Wichtig sei dabei, dass das Spielerische nicht zu kurz komme und Kinder nicht zu früh spezialisiert würden. Einmal sollen Grundlagen gelegt werden. "Dinge, die die ältere Generation früher beim Spielen auf der Straße automatisch gelernt hat, muss sich die heutige Generation oftmals erst erarbeiten. Gerade in den motorischen und muskulären Bereichen herrschen da teilweise erhebliche Defizite. Die müssen erst einmal aufgearbeitet werden. Daher kann es durchaus sein, dass bei den jüngsten Mannschaften das Turnen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur wichtiger ist als das Handballspielen selbst", erklärt Wegmann. Für spätberufene Quereinsteiger heiße das aber nicht, dass es schwerer wird, in eine ältere Jugendmannschaft einzusteigen. Im Gegenteil, wie Wegmann sagt: "Unser Jugend-Konzept, das sich an Vorgaben des Deutschen Handball-Bundes anlehnt, ermöglicht es Trainern genau zu sehen, wo ein Spieler noch Defizite hat, welche Vorgaben, die es für seine Altersstufe gibt, noch nicht erreicht wurden. Hier kann der Trainer dann direkt den Hebel ansetzen und Abhilfe schaffen." Die DJK Marpingen kooperiert dabei mit der örtlichen Schule: "In Zusammenarbeit mit der Gesamtschule organisieren wir einmal wöchentlich eine Handball-AG, an der 15 bis 20 Kinder teilnehmen. Die AG wurde von Antje Bauer geleitet, doch Antje wird uns jetzt verlassen. Ihren Part übernimmt im kommenden Schuljahr Matthias Segner. Wir verhandeln mit dem saarländischen Kultusministerium, ob es für eine ähnliche AG im Grundschulbereich Zuschüsse geben könnte, diese AG würde dann Sebastian Hoffman leiten." Das Fazit Manfred Wegmanns: "Die Schule profitiert davon in Form einer dritten Sportstunde, die Kinder können mit Spaß ein neues Hobby für sich entdecken - und der DJK fällt die Nachwuchswerbung leichter."