1. Saarland

Eine Chance für St. Ingbert

Eine Chance für St. Ingbert

In die Grundschulen der Stadt will St. Ingberts Oberbürgermeister Georg Jung unter anderem investieren, sobald klar ist, mit welchen Summen aus dem großen Konjunkturprogramm des Bundes zu rechnen ist. Er will damit am Image der Familienstadt St. Ingbert feilen. Wie nötig ein solcher Schwerpunkt ist, zeigt die Statistik zu Geburten und Todesfällen, die wir diese Woche veröffentlicht haben

In die Grundschulen der Stadt will St. Ingberts Oberbürgermeister Georg Jung unter anderem investieren, sobald klar ist, mit welchen Summen aus dem großen Konjunkturprogramm des Bundes zu rechnen ist. Er will damit am Image der Familienstadt St. Ingbert feilen. Wie nötig ein solcher Schwerpunkt ist, zeigt die Statistik zu Geburten und Todesfällen, die wir diese Woche veröffentlicht haben. Im vergangenen Jahr sind in St. Ingbert doppelt so viele Menschen gestorben, wie Babys auf die Welt kamen. Die Zahl der jüngsten St. Ingberter ist nach leichter Erholung in den vergangenen drei Jahren wieder abgefallen und mit 234 fast auf dem Tiefststand aus 2003/2004 mit nur 226 Geburten angelangt. Bedenkt man, dass fast zwei Drittel der Einwohner das 40. Lebensjahr bereits überschritten haben, wird schnell klar, welche Herkules-Aufgabe es ist, den Trend umzukehren. Und wie ernst die Thematik ist. Wenn die Mittelstadt jetzt im Rahmen des Konjunkturprogramms ordentliche Summen in die Hand bekommt, um sich für junge zuzugswillige Familien kräftig herauszuputzen, ist das ein Hoffnungsschimmer. Der auch zeigt: In Krisen stecken Chancen.