Eine bühnenreife Inszenierung

Eine bühnenreife Inszenierung

Zwölf Saarlandliga-Partien hat Michael Paschke für die HSG Nordsaar absolviert. Zuvor trug er fast 25 Jahre die Trikots der DJK Roden und der HG Saarlouis. An diesem Samstag trifft er erstmals mit der HSG auf seinen Ex-Verein HG Saarlouis II.

Am letztem Spieltag der Vorrunde steht in der Handball-Saarlandliga der große Kracher an. Der Tabellenzweite HSG Nordsaar (18:6 Punkte) muss an diesem Samstag (18 Uhr, Stadtgartenhalle) bei Spitzenreiter HG Saarlouis II (18:4 Punkte) antreten. Für die Rückkehr von HSG-Akteur Michael Paschke an seine alte Wirkungsstätte ist es vom Spielplan her eine dramaturgisch bühnenreife Inszenierung.

Mit fünf Jahren ging's los

Fast 25 Jahre spielte der 29-Jährige für den HG-Trägerverein DJK Roden und die HG Saarlouis. Im Alter von fünf Jahren begann er in Roden mit dem Handball, ab 1995 war er bis 2013 für die HG im Einsatz. "Im Aktivenbereich immer in der zweiten Mannschaft", ergänzt Paschke. Nach dem Abstieg aus der Oberliga wechselte der in Urexeiler wohnende Grundschullehrer von Saarlouis zur HSG Nordsaar. "Schade, dass ich mit dem Oberliga-Abstieg bei der HG Saarlouis aufgehört habe, in den Jahren zuvor haben wir den Klassenverbleib gepackt", bedauert er.

Erstmals wird er nun gegen seine langjährigen Mitspieler wie Tobias Kropf und Philipp Schneider antreten, muss den Ball an Schlussmann Robin Näckel vorbei ins Tor bringen.

Überrascht ist der Spielmacher schon darüber, wie seine ehemalige Mannschaft nach dem Abstieg nun in der Saarlandliga dasteht. "Es ist aber vollkommen klar, dass Trainer Danijel Grgic mit den vielen jungen Spielern eine Klasse höher spielen will", meint Paschke. Für beide Teams, so stellt er fest, steht einiges auf dem Spiel. "Es wird hart auf hart gehen, denn wenn wir verlieren, haben wir vier Punkte Rückstand auf Saarlouis. Gewinnen wir, bleibt die Liga ausgeglichen."

Zusätzlichen Druck hat sich Nordsaar durch die unerwartete 31:31-Punkteteilung gegen Kellerkind VTZ Saarpfalz II selbst gemacht. "Wir hatten viele Fehler drin, aber wenn man 31 Tore macht, muss man ein Heimspiel gewinnen", meint Paschke. Diesmal dürfe die Anfangsphase nicht wieder verpennt werden. "Wenn wir nach einer Viertelstunde mit 2:10 hinten liegen, dann können wir wohl einpacken." Aber je länger es die HSG schaffe, die Partie offen zu halten, umso mehr würden die Chancen steigen.

Paschke sieht Aufwärtstrend

In den letzten Spielen im abgelaufenen Jahr und beim Saarlandpokal-Halbfinalturnier hat der Rückraum-Akteur aber generell einen Aufwärtstrend im HSG-Spiel wahrgenommen. "Das Zusammenspiel ist besser geworden, die Absprache und die Abstimmung untereinander passt immer besser", findet er. Nun hofft Paschke, mit der HSG eine starke Leistung auf das Holzparkett der Stadtgartenhalle bringen zu können, danach wird mit den ehemaligen Spielpartnern Wiedersehen gefeiert.

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