1. Saarland

Eine Attacke mit Folgen

Eine Attacke mit Folgen

Grauhörnchen Eine Attackemit Folgen Zum Artikel „Neues Hörnchen aufgetaucht“ (SZ vom 4./5.

April)

Der zweimalige Angriff des Grauhörnchens - einen dritten konnte ich durch festes Aufstampfen und lautes Anschreien abwehren - hatte leider recht unangenehme Folgen für mich. Wegen der blutenden Biss- und Kratzwunden war ich direkt in die Notaufnahme der Sulzbacher Klinik gegangen. Dort hatte die behandelnde Ärztin leider auch noch nicht von "dem" Grauhörnchen gehört und so vermutete sie die Tollwut bei dem kleinen Aggressor. Meine Wunden wurden unter örtlicher Betäubung erweitert und ausgespült, die Hand mit Gips ruhiggestellt und außerdem gab's zwei Tetanusspritzen und Antibiotika. Eine Tollwutimpfung in Homburg blieb mir zum Glück erspart, nachdem der zuständige Arzt auf meine Bitte hin im Internet recherchiert und dort keine Hinweise auf eine Tollwutgefahr durch Nagetiere gefunden hatte. Das wurde mir am Tag danach auch von Revierförster Dörrenbächer telefonisch bestätigt. Die Wunden sind inzwischen verheilt, auch der schlimme Hautausschlag auf die Antibiotika. Was bleibt ist die Angst, wieder dieser "kleinen Bestie" zu begegnen. Ich werde dann gewiss nicht mehr stehen bleiben, sondern mich gleich auf und davon machen. Was aber, wenn sich der kleine Aggressor auch einmal einem Kind nähert? Sollte man ihn nicht vorher fangen und einsperren - auch, um seine Verbreitung zu verhindern?

Monika Haas, Augsburg