1. Saarland

Eine Ära geht zu Ende

Eine Ära geht zu Ende

Friedrichsthal. Der neue Mann an der Spitze des Schwimmvereins, Jochen Donnevert, ist langjähriges Vorstands- und Vereinsmitglied, Trainer und war Kaderathlet des Saarländischen Schwimm-Bundes. Aktuell spielt er Wasserball in der 1. Herrenmannschaft und schwimmt in der Mannschaftspokal-Truppe. Also ein Mann, der das Geschäft aus vielen Perspektiven kennt

Friedrichsthal. Der neue Mann an der Spitze des Schwimmvereins, Jochen Donnevert, ist langjähriges Vorstands- und Vereinsmitglied, Trainer und war Kaderathlet des Saarländischen Schwimm-Bundes. Aktuell spielt er Wasserball in der 1. Herrenmannschaft und schwimmt in der Mannschaftspokal-Truppe. Also ein Mann, der das Geschäft aus vielen Perspektiven kennt."Ich will den Verein ganz nach dem Vorbild meines Vorgängers weiterführen", so Donnevert. "Es war an der Zeit, die Verantwortung an Jüngere weiterzugeben", betont Günter Walter im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Er habe sich den Schritt lange überlegt und gut vorbereitet. Der Zeitpunkt jetzt sei günstig gewesen. "Der Vorstand ist intakt und mit vielen engagierten jungen Leuten besetzt. Sie wollen Verantwortung übernehmen. Das sollen sie dann auch tun."

Natürlich gehe er mit einem weinenden und einem lachenden Auge. In Friedrichsthal und im saarländischen Schwimmsport ist Günter Walter bestens bekannt. Er war ein erfolgreicher Kunstspringer. Seinen ersten Wettkampf absolvierte der heute 72-Jährige 1950. In den folgenden Jahren wurde er mehrfach Saarland- und südwestdeutscher Meister vom Drei-Meter-Brett, 1954 sogar Saarlandmeister im 1000-Meter-Stromschwimmen in der Saar. Um ein Haar wäre Walter 1956 mit der saarländischen Nationalmannschaft zu den Olympischen Spielen nach Melbourne gefahren. Doch die Angliederung des Saarlandes an die Bundesrepublik machte einen Strich durch die Rechnung. 1959 beendete er aus gesundheitlichen Gründen seine Laufbahn. Neun Jahre später wagte er sich erneut auf das Sprungbrett. Und Walter gewann erneut die Saarlandmeister- und Südwesttitel. Danach machte er endgültig Schluss mit dem Kunstspringen. Feuer und Wasser prägten seinen Lebensweg. Neben seinem Engagement bei den Friedrichsthaler Schwimmern war Walter viele Jahre in der Friedrichsthaler Feuerwehr. Elf Jahre war er Wehrführer. Er liebt die Arbeit bei der Feuerwehr und das Wasser gleichermaßen. "Ich bin im Freibad groß geworden und wollte schon als Junge im Schwimmbad arbeiten", erzählt er. Und seinen Wunsch setzte er in die Tat um. Bei der Stadt Friedrichsthal machte er eine Ausbildung zum Schwimm-Meistergehilfen. Danach besuchte Walter die Meisterschule und war 1974 einer der ersten Prüflinge. Bis 1998 war er Schwimm-Meister in den beiden Bädern der Stadt. Als 1965 der Friedrichsthaler Schwimmverein ins Leben gerufen wurde, war Günter Walter dabei. 1967 wurde er Vorsitzender. An der Sanierung des Freibades war Walter wesentlich beteiligt. Zusammen mit den Vereinsmitgliedern baute er das Vereinsheim direkt am Schwimmbad. Auch im "Förderverein der Bäder der Stadt Friedrichsthal" ist er engagiert. Heute ist er dort 2. Vorsitzender. ll

Stichwort

Jochen Donnevert, der neue Vorsitzende des Schwimmvereins war zuvor für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Das Amt übernimmt künftig Björn Schlick. Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. 2. Vorsitzender ist Günter Caspari, Kassiererin Petra Plöger, Schriftführer Markus Walter, Schwimmwart Annemarie Schmitt, Seniorenwartin Ingrid Caspari, Jugendwartin Christina Donnevert, Wasserballwart Sascha Baumert, Rettungsschwimmen Marco Schüle, Tanz-Abteilung Dr. Jürgen Jostock, Organisation Daniela Derouet. ll