1. Saarland

Ein wichtiger Meilenstein im Leben

Ein wichtiger Meilenstein im Leben

Orscholz. Die Lehre aus einem alten persischen Märchen gab Schulleiter Karlheinz Buß vergangene Woche seinen Absolventen mit auf den weiteren Lebensweg. Sie alle haben den Abschluss in einem der Bereiche Soziales, Wirtschaft oder Technik an der Fachoberschule in Merzig geschafft. Damit stehen sie nun vor der Wahl, wie es im Leben und beruflich weitergehen soll

Orscholz. Die Lehre aus einem alten persischen Märchen gab Schulleiter Karlheinz Buß vergangene Woche seinen Absolventen mit auf den weiteren Lebensweg. Sie alle haben den Abschluss in einem der Bereiche Soziales, Wirtschaft oder Technik an der Fachoberschule in Merzig geschafft. Damit stehen sie nun vor der Wahl, wie es im Leben und beruflich weitergehen soll. Dazu passte das vom Direktor erzählte Märchen wunderbar, geht es doch um einen tragischen Helden, der sich aufgrund einer vagen Erzählung von all seinem Hab und Gut, seiner Heimat trennt, um durch das Finden von Diamanten reich zu werden.Rastlos zieht er durch die Welt, ohne auch nur einen einzigen Diamanten zu finden. Schließlich stürzt er sich völlig verarmt und vereinsamt in eine riesige Meereswelle. Doch es kommt noch tragischer: Der Bauer, der den Hof des Diamantensuchers bei dessen Abreise gekauft hatte, findet nach vielen Jahren durch Zufall einen wunderschönen Diamanten, auf dem heimischen Hof. "Um Chancen, die vor einem liegen zu erkennen, muss man den eigenen Verstand gebrauchen, und die eigenen Fähigkeiten und sein Umfeld richtig einschätzen", diese Lehre zog Buß aus der alten Erzählung. Jeder mache sich im Leben irgendwie auf die Suche, wie der tragische Held des Märchens. Das ganze Leben sei letztlich ein Suchen. Dabei komme es aber darauf an, wie und wo man sich auf die Suche macht, betonte Buß.

"Das kann er gut, der Buß: Märchen erzählen", übernahm der Moderator des Abends, Ali Kassim, augenzwinkernd das Mikrofon. Er führte gekonnt mit Charme durch das Programm. Keine leichte Aufgabe, immerhin 196 Schüler nahmen auf der Bühne ihr Zeugnis entgegen. "Für viele Schüler ist es eine Ehre, heute Abend hier zu stehen, das Zeugnis in die Hände zu bekommen und freundlich Lebewohl zu sagen", sagte Moderator Kassim.

Die Abschlussfeier der Fachoberschulen bestand in gewohnter Manier nicht nur aus der Vergabe der Zeugnisse. Schüler übernahmen den musikalischen Teil zwischen den Zeugnisvergaben. Schuleigene Boy-Band, das wollen die vier Jungs der Schulband Wirtschaftsleere (Fabian Steil, Michael Seibert, Jan-Niklas Ebert und Dennis Johannes) sicher nicht über sich hören, die "Hearts burst into fire" von Bullet for my Valentine in einer tollen Unplugged-Version spielten. Die Band "Forest Crunch" kam nicht unplugged, dafür mit rockigem Liedgut auf die Bühne. Die Sängerin Nina Behr zeigte aber nicht nur ihre musikalischen Qualitäten. Die "Rockröhre mit Köpfchen" räumte ebenfalls den besten Abschluss im Bereich Sozialwesen ab. In der Band Forest Crunch sind aktiv Nina Behr, Leo Weins, Simon Both, Benjamin Haupenthal und Norman Bös. Leiter der Bands und ebenfalls Solist ist Lehrer Klaus Dewald. Als Solisten traten auf Jennifer Faust, Stella Kurzhals, Mascha Schwanengel, Melissa Strunk, Michael Seibert und Fabian Steil.

Auf einen blick

Am Ende der Feier wurden die besten Absolventen geehrt. "In jedem Zeugnis steckt eine persönliche Bestleistung. Aber manche Zeugnisse sind einfach spitze", freute sich Schulleiter Karlheinz Buß.

Ausgezeichnet wurden: Anke Herrmann im Bereich Wirtschaft, Nina Behr im Bereich Sozialwesen, Christopher Hilgert im Bereich Technik mit Berufsabschluss und Benjamin Britten im Bereich Technik schulische Form. Für besondere Leistungen in den profilgebenden Fächern verlieh der Schulförderverein, vertreten durch Renate Zimmer-Helmer, die Preise.

Den besten Notendurchschnitt in BWL, Rechnungswesen und VWL schaffte Sarah Becker. Daniel Boost lag in Pädagogik, Psychologie und Soziologie vorne. In den naturwissenschaftlichen Fächern war Christopher Hilgert vorne. Insgesamt machten 196 Schüler denAbschluss an der Fachoberschule. Davon waren es 96 im Bereich Wirtschaft, 68 im Sozialwesen und 32 im Fachbereich Ingenieurwesen/Technik. syr