1. Saarland

"Ein weniger abgelöschtes Publikum"

"Ein weniger abgelöschtes Publikum"

Herr Willemsen, eine noch nie da gewesene Kombination verspricht "Die Enden der Welt" in Saarlouis. Was ist das Neue?Willemsen: Wir erweitern mein Erzählprogramm über die Enden der Welt um zwei Dimensionen - es wird eine musikalische Reise geben und eine der darstellenden Kunst

Herr Willemsen, eine noch nie da gewesene Kombination verspricht "Die Enden der Welt" in Saarlouis. Was ist das Neue?Willemsen: Wir erweitern mein Erzählprogramm über die Enden der Welt um zwei Dimensionen - es wird eine musikalische Reise geben und eine der darstellenden Kunst. Vielleicht geraten wir am Ende sogar an die Grenze unserer Möglichkeiten, auch das wäre ein Ende der Welt.Fällt es Ihnen schwer, die Bühne mit gleichberechtigten Partnern zu teilen?Willemsen: Oh nein, keineswegs, ich habe das oft getan. Immerhin stehe ich seit Jahren mit Dieter Hildebrandt auf der Bühne. Aber Programme habe ich auch schon mit Daniel Hope, Frank Chastenier, verschiedenen Orchestern und der WDR-Bigband realisiert. Ich liebe die Überraschungen und die spezifische Meisterschaft, die Andere auf die Bühne bringen.Kennen Sie Ihren Bühnenpartner in Saarlouis, Jomi?Willemsen: Ja, und zwar weil ich im letzten Jahr schon einmal mit ihm auf der Bühne von Saarlouis stand an einem den Menschenrechten gewidmeten Abend. Ein bemerkenswerter Künstler und eine beeindruckende Persönlichkeit.Und überhaupt: Was verbinden Sie mit dem Saarland?Willemsen: Ich war ja früher schon oft dort, habe gute Freunde dort, die mich einschüchternd gut bekochen, wurde auch vom Publikum immer freundlich behandelt und habe dann weinselig versprochen: Ich kehre wieder. Versprechen gehalten.Was reizt Sie daran, auch in kleineren Städten wie Saarlouis aufzutreten?Willemsen: Ich ziehe keine Grenze zwischen der Provinz und den Metropolen. Die kleineren Städte haben oft ein weniger abgelöschtes Publikum, und wenn man erst mal auf der Bühne steht, dann sieht man sowieso keine Stadt, sondern Menschen.Sie bieten anspruchsvolle Unterhaltung in ganz unterschiedlichen Sparten an, jedenfalls keine platte Belustigung. Sie haben damit Erfolg. Ein Symptom dafür, dass Bildung und ihre Wertschätzung gesellschaftlich doch noch nicht ganz untergegangen sind?Willemsen: Es wäre schön, wenn es so wäre. Jedenfalls erlebe ich immer wieder, dass sich die Menschen nicht nur unterfordern lassen wollen. Wollten sie das, sie könnten ja zu Hause vor dem Fernseher sitzen bleiben.Herr Willemsen, eine noch nie da gewesene Kombination verspricht "Die Enden der Welt" in Saarlouis. Was ist das Neue?Wir erweitern mein Erzählprogramm über die Enden der Welt um zwei Dimensionen - es wird eine musikalische Reise geben und eine der darstellenden Kunst. Vielleicht geraten wir am Ende sogar an die Grenze unserer Möglichkeiten, auch das wäre ein ende der Welt.Fällt es Ihnen schwer, die Bühne mit gleichberechtigten Partnern zu teilen?Oh nein, keineswegs, ich habe das oft getan, auch mit höherwertigen.Immerhin stehe ich seit Jahren mit Dieter Hildebrandt auf der Bühne. Aber Programme habe ich auch schon mit Daniel Hope, Frank Chastenier, verschiedenen Orchestern und der WDR-Bigband realisiert. Ich liebe die Überraschungen und die spezifische Meisterschaft, die Andere auf die Bühne bringen.Kennen Sie Ihren Bühnenpartner in Saarlouis, Jomi?Ja, und zwar weil ich im letzten Jahr schon einmal mit ihm auf der Bühne von Saarlouis stand an einem den Menschenrechten gewidmeten Abend. Ein bemerkenswerter Künstler und eine beeindruckende Persönlichkeit.Und überhaupt: Was verbinden Sie mit dem Saarland?Ich war ja früher schon oft dort, habe gute Freunde dort, die mich einschüchternd gut bekochen, wurde auch vom Publikum immer freundlich behandelt und habe dann weinselig versprochen: Ich kehre wieder. Versprechen gehalten.Was reizt Sie daran, auch in kleineren Städten wie Saarlouis aufzutreten?5. Ich ziehe keine Grenze zwischen der Provinz und den Metropolen. Die kleineren Städte haben oft ein weniger abgelöschtes Publikum, und wenn man erst mal auf der Bühne steht, sieht man keine Stadt, sondern Menschen.Sie bieten anspruchsvolle Unterhaltung in ganz unterschiedlichen Sparten an, jedenfalls keine platte Belustigung. Sie haben damit Erfolg. Ein Symptom dafür, dass Bildung und ihre Wertschätzung gesellschaftlich doch noch nicht ganz untergegangen sind?Es wäre schön, wenn es so wäre. Jedenfalls erlebe ich immer wieder, dass sich die Menschen nicht nur unterfordern lassen wollen. Wollten sie das, sie könnten ja zu Hause vor dem Fernseher sitzen bleiben.