1. Saarland

Ein wenig mehr Unterhaltung soll es sein

Ein wenig mehr Unterhaltung soll es sein

Geislautern. Es schien eine gute Verbindung zu sein. Der SV Geislautern und Thomas Zechel. Der ehemalige Bundesliga-Profi, der unter anderem für Bayer Leverkusen, Schalke 04 und den 1. FC Saarbrücken spielte, hatte Geislautern schon bis Ende 2000 als Spielertrainer betreut. Im Oktober 2011 kehrte er dann zurück und löste Carsten Hepper als Trainer ab

Geislautern. Es schien eine gute Verbindung zu sein. Der SV Geislautern und Thomas Zechel. Der ehemalige Bundesliga-Profi, der unter anderem für Bayer Leverkusen, Schalke 04 und den 1. FC Saarbrücken spielte, hatte Geislautern schon bis Ende 2000 als Spielertrainer betreut. Im Oktober 2011 kehrte er dann zurück und löste Carsten Hepper als Trainer ab. Damals spielte Geislautern noch in der Fußball-Bezirksliga Saarlouis. Am Saisonende war die Mannschaft zwar nur Fünfter, der Aufstieg in die Landesliga Süd war aber geschafft. Und dennoch gingen nun die Wege von Trainer und Mannschaft auseinander. Berufliche Gründe zwangen Zechel, sein Amt niederzulegen - mitten in der Winterpause. Er hat beruflich mit der Aufbereitung von Autos zu tun."Das ist natürlich keine gute Sache. Wir hätten gerne mit ihm weiter gemacht", sagt Ralph Gerstle, der Spielausschuss-Vorsitzende des SV Geislautern. Doch rechtzeitig zum Start der Rückrunden-Vorbereitung hat der Tabellenachte Ersatz gefunden. Markus Müller, zuletzt bei Ligakonkurrent SV Karlsbrunn beschäftigt, übernimmt die Mannschaft. "Ich denke, mit ihm haben wir eine wirklich gute Lösung gefunden", sagt Gerstle. Müller wird als Spielertrainer agieren. Die Freigabe vom SV Karlsbrunn, für den er bis zum Winter noch spielte, liegt nach Angaben des SV Geislautern vor.

Auch in der Mannschaft hat es Veränderungen gegeben. Anton Daniel wechselt zum SV Humes, Mike Biewer, Moritz Latz und Julian Becker schließen sich dem FSV Lauterbach an. Verstärken werden Geislautern dagegen Tayfuna Akbas (SSV Überherrn) und Simon Burkard (1. FC Riegelsberg). Außerdem ist Daniel Pires de Melo (ehemals SV Hermann-Röchling-Höhe) wieder ein Thema, seine Verpflichtung war schon im Sommer ein Thema, scheiterte damals jedoch.

Dann wäre da noch die Sache mit dem Saisonziel. Die Mannschaft hat es sich im Niemandsland der Tabelle gemütlich gemacht: ohne Sorgen, nach unten abzurutschen, aber auch ohne Hoffnungen, ein Wort oben mitreden zu können. "Natürlich können wir nicht sagen, dass wir oben angreifen wollen. In der Liga kann zwar tatsächlich jeder jeden besiegen, aber das macht es eben auch so unsicher. Wenn wir noch ein paar Plätze gutmachen können, dann machen wir das selbstverständlich gerne", sagt Gerstle. Aber es sei auch kein Beinbruch, wenn es das Niemandsland bleiben würde.

Doch den eigenen Anhang würde Gerstle gerne ein wenig besser unterhalten. Gehört die Mannschaft auswärts zu den besten drei der Liga, fehlt zu Hause die Durchschlagskraft. "Wir haben einen richtigen Heimkomplex. Ich weiß nicht woran es liegt, aber den meisten Gegnern genügt bei uns ein Tor, um zu gewinnen", sagt Gerstle: "Den Zuschauern würden wir gerne ein bisschen mehr bieten. Auswärts geht es ja auch." Und so dürfte es wohl doch eine Erwartung geben, die sie in Geislautern an den neuen Trainer haben. Aber auch wirklich nur diese eine.Foto: wieck

Weiberfaasend in der Congresshalle