1. Saarland

Ein überraschend klarer Derby-Sieg

Ein überraschend klarer Derby-Sieg

Lebach. Alica Zimmer vom TV Lebach steigt am Netz hoch und schlägt den Ball mit voller Wucht in den Block des SSC Freisen. Von einer der sechs abwehrenden Hände segelt der Ball ins Seiten-Aus. Die Spielerinnen des Gastgebers freuen sich riesig über den verwandelten Matchball, der das 25:21 im dritten Satz und somit den klaren 3:0-Derbysieg perfekt macht

Lebach. Alica Zimmer vom TV Lebach steigt am Netz hoch und schlägt den Ball mit voller Wucht in den Block des SSC Freisen. Von einer der sechs abwehrenden Hände segelt der Ball ins Seiten-Aus. Die Spielerinnen des Gastgebers freuen sich riesig über den verwandelten Matchball, der das 25:21 im dritten Satz und somit den klaren 3:0-Derbysieg perfekt macht. Die Gäste verlassen dagegen mit gesenktem Haupt das Spielfeld. Anders als im Hinspiel, das Lebach nur knapp mit 3:2 gewann, war Freisen im Derby am Samstagabend über weite Strecken klar unterlegen. "Wenn man nach dem starken ersten Satz einfach aufhört, Volleyball zu spielen, kann man hier nicht gewinnen", war auch SSC-Trainerin Brigitte Schumacher von der Leistung ihres Teams enttäuscht.

Der erste Satz war ein Krimi

In der Tat: Im ersten Satz spielten ihre Mädels sehr stark und waren dem Favoriten mindestens ebenbürtig. Doch nach ständigen Führungswechseln und jeweils einem vergebenen Satzball hatte Lebach das bessere Ende für sich: 28:26. "In der entscheidenden Phase waren wir einfach konsequent", lobte TVL-Trainerin Jana Ligensa ihre Mannschaft, die im zweiten Satz dann nichts anbrennen ließ und nach einem deutlichen 25:15 die Satzführung auf 2:0 erhöhte. Während sich die Gastgeberinnen trotz kleiner Fehler nie aus dem Konzept bringen ließen, lief beim Tabellenvorletzten aus Freisen nicht mehr viel zusammen. "Für die Mädels war das Derby eine besondere Partie, ich selbst bin dann ja auch mehr angespannt als bei anderen Ligaspielen", sagte Ligensa. Beim SSC Freisen haperte es dagegen aus der Sicht von Schumacher an der Einstellung ihrer Mannschaft: "Wenn ich sehe, mit welcher Motivation die eine oder andere Spielerin in den zweiten Satz geht, bin ich sprachlos. Wer in diesem Derby nicht motiviert ist, dem kann man nicht mehr helfen", meinte die SSC-Trainerin.

Dramatisch wurde es nur noch einmal im dritten Satz: Lebachs Mittelblockerin Anna Wilhelm prallte mit Svenja Zapp unglücklich zusammen und zog sich einen Mittelfußbruch zu. Sie wird damit für den Rest der Saison ausfallen.

Als Nächstes kommt Holz

Zumindest aber braucht Aufsteiger Lebach nicht mehr um den Klassenverbleib zu bangen. Der steht seit dem Wochenende nun auch rechnerisch fest. Mit 12:12 Punkten und dem fünften Tabellen-Rang befindet sich die Mannschaft von Trainerin Jana Ligensa in ruhigem Fahrwasser des Tabellenmittelfeldes. Die Pflicht ist also erledigt, was folgt, ist die Kür: In den noch ausstehenden vier Spielen hat Lebach drei Mal Heimrecht. Die nächste Begegnung steht für das Team erst am Samstag, 16. Februar, um 19.30 Uhr an. Und wieder ist es ein Derby. Zu Gast in der Sporthalle an der Dillinger Straße ist dann Tabellenführer TV Holz.

Auf einen Blick

Abgeschmettert: Die Regionalliga-Volleyballer der SSG Schwarzenholz-Griesborn mussten sich am 12. Spieltag dem Gastgeber ASV Landau mit 1:3 (23:25, 23:25, 25:23,19:25) geschlagen geben. "Das war eine enge Kiste. Wir hätten die ersten Sätze auch gewinnen können", ärgerte sich SSG-Trainer Jörn Riemenschneider, der bei seinem Team die letzte Konsequenz vermisste. Nur im dritten Satz sah er den Kampfgeist, der sein Team sonst auszeichnet. "Hätten wir konzentrierter gespielt, wäre der Sieg drin gewesen", stellte der Trainer nach der Niederlage beim Tabellendritten fest. ros