Ein Spiegelbild – mit besserem Ende?

Ein Spiegelbild – mit besserem Ende?

Der Handball-Oberligist HSG Völklingen startet am Sonntag gegen die HF Illtal in die Rückrunde. Das Hinspiel verloren die Völklinger mit 28:29. Trainer Berthold Kreuser erwartet nun erneut ein hart umkämpftes Saarderby.

"Bei uns ist die Stimmung im Moment richtig gut und die Spannung kommt langsam", sagt Berthold Kreuser. Nach einer denkbar schlechten Hinserie, in der es am Ende nur für den vorletzten Tabellenplatz (6:24 Punkte) reichte, sieht der Trainer der HSG Völklingen dem Rückrunden-Auftakt in der Handball-Oberliga optimistisch entgegen: "Ich will nicht sagen, dass alles perfekt läuft, aber die Mannschaft hat in der Vorbereitung sehr gut mitgezogen und gute Voraussetzungen für das Projekt Klassenverbleib geschaffen."

Zum ersten Spieltag der Oberliga im neuen Jahr empfangen die Völklinger Handballer an diesem Sonntag die HF Illtal in der heimischen Hermann-Neuberger-Halle. Der Anwurf erfolgt um 17 Uhr. Illtal spielt eine starke Saison und steht in der Tabelle mit 18:10 Punkten auf Platz vier. Im Hinspiel musste sich die HSG knapp mit 28:29 geschlagen geben. "Ich rechne damit, dass das Spiel ein Spiegelbild davon wird. Ein typisches Derby. Keiner wird dem anderen etwas schenken und ich erwarte wieder eine kampfbetonte Partie mit ähnlich knappem Ausgang - diesmal hoffentlich zu unseren Gunsten", sagt Kreuser.

Neuzugang Claude Dolic, der in der Winterpause vom französischen Drittligisten AS Folschviller zur HSG Völklingen stieß, bescheinigt der Trainer eine gute Entwicklung: "Ich kenne ihn ja noch aus seiner Zeit beim TBS Saarbrücken. Claude ist eine absolute Bereicherung für uns - auch wenn er erst seit vier Wochen bei uns ist." Nach Kreusers Meinung ist Dolic der Spielertyp, der seiner Mannschaft gefehlt hat: "Er wird nicht zehn Tore in einem Spiel werfen. Er ist ein Führungsspieler, der eine Partie lesen und ihr den Stempel aufdrücken kann. Für uns das fehlende Steinchen im Mosaik."

Ob gegen die HF Illtal auch Spieler der Völklinger A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft eingesetzt werden, steht für den Trainer noch nicht fest. Man werde eine situationsangepasste Entscheidung treffen, sagt er: "Wir müssen abwarten, ob bis dahin noch Spieler ausfallen. Außerdem spielt die A-Jugend noch unmittelbar vor uns. Wenn ich einen Jugendspieler auf die Bank setzte, soll er auch die Möglichkeit haben, zu spielen. Da bringt es nichts, wenn wir drei Linksaußen auf der Bank haben."

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