1. Saarland

Ein riesig großer Steinhaufen

Ein riesig großer Steinhaufen

Nonnweiler. Man sind das viele dicke Steine. Das sind so viele, die kann ich gar nicht zählen. Das sind bestimmt mindestens dreihundert Milliarden vierhundertsiebenundneunzehn Trillionen und 38 Steine. Kurz gesagt, ganz ganz ganz viele. Ich stehe auf dem größten Steinhaufen, den ich je gesehen habe, auf dem Hunnenring bei Otzenhausen

Nonnweiler. Man sind das viele dicke Steine. Das sind so viele, die kann ich gar nicht zählen. Das sind bestimmt mindestens dreihundert Milliarden vierhundertsiebenundneunzehn Trillionen und 38 Steine. Kurz gesagt, ganz ganz ganz viele. Ich stehe auf dem größten Steinhaufen, den ich je gesehen habe, auf dem Hunnenring bei Otzenhausen. Der Nordwall heißt die Stelle, an der ich gerade staune, da geht eine Treppe aus Steinen rauf und runter. Denn der Steinhaufen ist mehr als zehn Meter hoch, höher als ein Haus. Und auf dem Wall kann ich hin und her laufen, der Steinhaufen ist 2,5 Kilometer lang. Das ist ganz schön weit. Viel weiter als von mir Zuhause bis zum nächsten Kindergarten.Diese riesige Menge an Steinen liegt dazu noch oben auf einem Berg. Nicht Riesen haben die dorthin gebracht, sondern vor mehr als 2000 Jahren ganz normale Menschen. Vor 2000 Jahren, das ist unglaublich lange her. Ich bin erst fünf Jahre alt. Das ist 400 Mal so alt wie ich bin, hat Redakteur Volker Fuchs für mich ausgerechnet. Unglaublich.Kelten hieß das Volk, das damals in unserer Region gewohnt hat. Und die Kelten haben die Steine gebraucht, weil sie daraus hohe Mauern gemacht und eine Burg gebaut haben. Die Menschen, die die Geschichte der Kelten erforschen, reden allerdings nicht von einer Burg, sondern von einer Festung. Egal, auf jeden Fall konnten sich hinter den dicken und hohen Mauern die Kelten verstecken, wenn die Feinde sie angreifen wollten. Da der Steinhaufen wie ein großer Ring um den Berggipfel herum läuft, heißt er auch Hunnenring. Mit den Hunnen hat er allerdings nichts zu tun. Das war ein ganz anderes Volk, das oft Krieg führte und vor dem vor vielen Jahrhunderten die Menschen viel Angst hatten. Und weil sie damals nicht mehr wussten, dass die Kelten die Burg gebaut haben, haben sie gedacht, es waren die Hunnen und haben diese Hunnenring genannt.Schon der Aufstieg zum Ringwall ist klasse, weil er steil ist und man fast klettern muss. Immer wieder entdeckt man Stellen, wo Menschen gegraben haben. Das waren Forscher, die nach Spuren aus der Keltenzeit suchen. Sie haben schon Scherben von Tongefäßen gefunden, und sogar Speerspitzen. Und sie wissen, dass die Kelten damals schon gewusst haben, wie man Eisen herstellt. Eisen ist ein ganz hartes Metall. Das braucht man für Messer und Gabeln, aber auch für Schwerter und Pfeilspitzen. Die Kelten haben das Eisen verkauft und ganz schön Geld verdient.Damit die Kinder beim Besuch des Hunnenringes noch mehr Spaß haben, gibt es dort auch einen Kinder-Erlebnispfad. Den habe ich natürlich auch getestet, Ich habe mich auf den Kelten-Thron gesetzt, auf der Drachenschaukel geschaukelt und an einer Klangstation Krach gemacht.Auf dem Rückweg sind wir dann am Peterberg bei Braunshausen vorbei gefahren. Dort gibt es eine Sommerrodelbahn und mehrere kleine Rutschen. In der Nachsaison hat die Bahn an Sonn- und Feiertagen von zehn bis 19 Uhr geöffnet (ab 12. Oktober erst ab 13 Uhr), mittwochs und samstags von 13 bis 18 Uhr. In den Herbstferien ist jeden Tag offen, wenn das Wetter stimmt. Den Hang hinab zu sausen, das macht Riesenspaß. Probiert es mal. Euer Klecks Klever