1. Saarland

Ein Pokal und ein Küsschen für die Schützen aus Rathen

Ein Pokal und ein Küsschen für die Schützen aus Rathen

Bereits seit 40 Jahren findet das Wettschießen um den Wanderpokal der Stadt Wadern statt. In diesem Jahr konnten die Hubertusschützen ihren Heimvorteil nutzen und siegten an ihrer Schießsportanlage in Rathen.

Treffpunkt des traditionellen Wettschießens um den Wanderpokal der Stadt Wadern war die Schießsportanlage des Schützenvereins Hubertus Rathen. Mit dem Rekordergebnis von 715 Ringen haben die Hubertus-Schützen ihren Heimvorteil nutzen und den Titel erschießen können. Dazu dürfen sie ihren Vereinsnamen am großen Wanderpokal anbringen. Bürgermeister Fredi Dewald überreichte der Mannschaftsführerin Helen Seimetz den Wanderpokal, nicht nur mit einem feuchten Händedruck, ein saftiges Küsschen war schon inbegriffen.

Dewald nannte es schon eine tolle Leistung, dass die Schützen diesen Wettstreit alljährlich noch ausrichten und das schon knapp 40 Jahre lang, zumal auch sie, vornehmlich als Randsportart mit dem demographischen Wandel zu kämpfen haben. Zusammen mit Seimetz (177 Ringe) hatten Torsten Klein (170), Markus Petry (182) und Marco Scheidhauer (186) den Titel über Kimme und Korn anvisiert.

Mit nur insgesamt fünf Treffern weniger (710 Ringe) mussten sich der Schützenverein Bardenbach mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Für Bardenbach waren Rainer Gräff (174), Peter Weishaar (173), Werner Gräsel (191) und Norbert Schneider (172) an den Schießstand getreten. Platz drei wurde zweimal vergeben und ging an Gut Schuß Gehweiler mit Rafael Huck (184), Jan Schneider (172), Michael Schneider (175) und Kevin Loch (174) sowie an Wilhelm Tell Reidelbach mit Karin Marmitt (180), Egon Marmitt (167), Michael Brücker (174) und Matthias Becker (184). Beide Mannschaften schossen 705 Ringe. Jeweils vier Schützen pro Mannschaft mussten 20 Schuss in 30 Minuten abfeuern. Die Schützenvereine aus Wadern und Lockweiler/ Krettnich konnte keine Mannschaft stellen. Kreisschützenmeister Michael Brücker bedauerte dies, zumal der Stadtpokal unmittelbar vor Beginn der Rundenkämpfe ein letzter Härtetest für das eigene Schießvermögen sei. Claus Bolldorf, stellvertretender Ortsvorsteher von Löstertal, sprach dem Schützenverein Rathen seinen Dank für die Ausrichtung und Organisation aus, vornehmlich seinem 77-jährigen Vereinsvorsitzenden Karl Sauer, der seit 1978 an der Vereinsspitze steht und somit zum Urgestein des Schießsports im Hochwald geworden ist. "Seine Arbeit ist vorbildlich und hoffentlich für einige Schützenbrüder- und schwestern nachahmenswert", sagte Bolldorf.