Ein neuer Weg führt zur Marpinger Marienkapelle

Ein neuer Weg führt zur Marpinger Marienkapelle

Marpingen. "Marpingen ist ein Ort der Religiösität und Spiritualität", stellte Landrat Udo Recktenwald (CDU) am Freitag fest. "Seit dem Jahr 1876 pilgern Menschen in den Härtelwald. Aktuell mehr als 50 000 im Jahr." Um diese Zahl noch zu erhöhen, investiert die Gemeinde Marpingen mit der Tourismuszentrale des Landkreises, dem Land und der St

Marpingen. "Marpingen ist ein Ort der Religiösität und Spiritualität", stellte Landrat Udo Recktenwald (CDU) am Freitag fest. "Seit dem Jahr 1876 pilgern Menschen in den Härtelwald. Aktuell mehr als 50 000 im Jahr." Um diese Zahl noch zu erhöhen, investiert die Gemeinde Marpingen mit der Tourismuszentrale des Landkreises, dem Land und der St. Wendeler WVW (Wasser- und Energierversorgung) in das Tourismusprojekt Härtelwald. Seit 2006 wurden in einem ersten Bauabschnitt unter anderem die Marienkapelle vollständig saniert und die Außenanlagen rund um Verehrungsstätte neu gestaltet.Ziel der zweiten Bauphase war der Ausbau der Zugangswege, um älteren und behinderten Menschen den Gang zur Kapelle zu erleichtern. Am vergangenen Freitag war es dann so weit: Der neue Weg "Im Grund" - er führt vom Ortszentrum bis zur Kapelle - wurde eingeweiht. Nach Angaben des Marpinger Bürgermeisters Werner Laub (SPD) bietet die rund 300 000 Euro teure asphaltierte Strecke nicht nur eine schnelle und direkte Passage vom Ortskern zur Kapelle, sondern ist im Gegensatz zum bisherigen Weg nicht zu steil und damit leicht begehbar.

"Obwohl wir erst heute offiziell eröffnet haben, wird die neue Strecke bereits gut angenommen", erzählte der Rathaus-Chef. "Ich habe dort schon die Oma mit Rollator neben ihrem Enkel mit dem Skateboard gesehen." Und noch sei nicht alles fertig. Die Beleuchtung soll folgen, um die Strecke auch am Abend sicher begehbar zu machen.

Großer Anziehungspunkt

Im Anschluss an der Einweihung des Weges nahm der Marpinger Verwaltungschef gleich den Spatenstich für das nächste Projekt in Angriff. Das Ziel: Ein neuer Fußweg vom Besucherparkplatz in der Kettelerstraße bis zur Kapelle. "Auch hier geht es darum, den Zugang für Alte und Behinderte zu erleichtern", erklärte Laub. Um steile Abschnitte zu vermeiden, soll sich der "Kaskadenweg" deshalb in Serpentinen-Form den Berg hinabschlängeln. Weiterhin werde der "Parkplatz Kettelerstraße" erneuert und vergrößert. Zu den bislang drei Bus- und 14 Pkw-Parkplätzen sollen weitere 18 Parkmöglichkeiten für Pkw und zwei für Wohnmobile hinzukommen. Laub weiter: "Auch der Parkplatz am Bergmannskreuz wird auf 30 Pkw- und zwei Wohnmobil-Plätze ausgebaut." Ferner sei ein Wassertretbecken an der Marienquelle geplant. Kosten dieser Maßnahmen: rund 650 000 Euro. Die Gesamtkosten für beide Bauabschnitte des Tourismusprojektes bezifferte der Bürgermeister auf 2,6 Millionen Euro.

Geld, das Landrat Recktenwald gut angelegt sieht. "Die Investitionen hier sind sinnvoll, weil sie in das Tourismus-Konzept der Region passen" sagte er. Die Marienkapelle sei ein großer Anziehungspunkt für Gläubige und Wanderer. Und deren Zahl werde sich durch Besucher des Ferienparks am Bostalsee noch erhöhen. "Das ist sowohl für Marpingen als auch für den Landkreis von Bedeutung", argumentierte er. Denn viele Bürger des Landkreises seien im Tourismus beschäftigt und profitierten von Investitionen. "Wir müssen dafür sorgen, dass sich Besucher hier wohlfühlen", betonte der Landrat. Marpingen biete dafür beste Voraussetzungen. Recktenwald: "Der Härtelwald ist ein beindruckender Ort, der es verdient, unterstützt zu werden."

Hintergrund

Die weiteren Bau- und Sanierungsmaßnahmen des zweiten Bauabschnitts im Überblick: Ausbau "Kaskadenweg" (geplantes Bauende: August 2011), Ausbau des Parkplatzes "Kettelerstraße" (geplantes Bauende: August 2011), Bau einer Wassertretanlage (geplantes Bauende: August 2011), Ausbau des Parkplatzes "Bergmannskreuz" (geplantes Bauende: Oktober 2011). Begleitende Maßnahmen: Möblierung der Außenanlagen, Fußwege und Parkplätze sowie die Neubeschilderung der Anlage. vsc

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