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Ein Kreuzbandriss kann ihn nicht stoppen

Ein Kreuzbandriss kann ihn nicht stoppen

Urweiler. Sport ist sein Leben. Deshalb traf ein Unfall Norman Hess umso tragischer: Eine zweijährige Zwangspause folgte. Sport war tabu. Was war geschehen? 2008 zog sich der heute 24-Jährige beim Fußball einen Kreuzbandriss zu. Nach der ersten Operation blieben Schmerzen. Sein Knie durfte er nicht belasten. Ein Geschwür hatte sich gebildet. Hess musste erneut unters Messer

Urweiler. Sport ist sein Leben. Deshalb traf ein Unfall Norman Hess umso tragischer: Eine zweijährige Zwangspause folgte. Sport war tabu. Was war geschehen? 2008 zog sich der heute 24-Jährige beim Fußball einen Kreuzbandriss zu. Nach der ersten Operation blieben Schmerzen. Sein Knie durfte er nicht belasten. Ein Geschwür hatte sich gebildet. Hess musste erneut unters Messer."Ich nahm zehn Kilo zu und wurde auch ein wenig depressiv, weil ich raus wollte, aber ans Bett gefesselt war", berichtet er. Um wieder Muskeln aufzubauen, fing er bald darauf mit einer Physiotherapie an. Nach jeder Operation dauerte es neun Monate, bis sich die Muskeln aufbauten.

Mittlerweile ist Hess wieder aktiv. Er klettert jeden Tag, kickt zwei Mal pro Woche beim Urweiler Sport- und Turnverein (STV). Zwischendurch: Schwimmen, Laufen, Fitnessstudio, Mountainbike.

Und sein Knie? Das bleibe eine Schwachstelle, sagt der Sportler. Allerdings glichen die Muskeln das aus. Darum seien Schmerzen nur noch selten. Eine Gefahr lauere aber: Ein erneuter Kreuzbandriss würde Sport in dem Maße wie jetzt unmöglich machen. Hess: "Das Risiko gehe ich ein. Auf Klettern und Fußball will ich nicht verzichten."

Damit auch andere ihr Herz an den Sport verlieren, trainiert er zusätzlich die STV-Fußballjugendmannschaft. Der Urweiler studiert außerdem Verwaltungswissenschaften und arbeitet bei der Stadt. Wie er das alles unter einen Hut bringt? "Ich habe keinen festen Zeitplan. Ich mache das, worauf ich gerade Lust habe." elo