Ein kleiner Piks, der Leben retten hilft

Ein kleiner Piks, der Leben retten hilft

Göttelborn/Fischbach. Ganz schön viel los war am Montag der vergangenen Woche in der Mehrzweckhalle, als das Rote Kreuz zum letzten Blutspendetermin aufgerufen hatte. Gleich zu Beginn um 17 Uhr gab es eine lange Schlange von Menschen, um sich als Blutspender registrieren zu lassen. Am Ende waren es dann fast 30 Spender

Göttelborn/Fischbach. Ganz schön viel los war am Montag der vergangenen Woche in der Mehrzweckhalle, als das Rote Kreuz zum letzten Blutspendetermin aufgerufen hatte. Gleich zu Beginn um 17 Uhr gab es eine lange Schlange von Menschen, um sich als Blutspender registrieren zu lassen. Am Ende waren es dann fast 30 Spender. "Erfreulich viele Jugendliche, davon insbesondere Neuspender haben sich registrieren lassen" gibt Christel Schirra, Schriftführerin im Ortsverein Göttelborn erfreut zu Protokoll. Einer der Ersten ist aber ein "alter Hase". Obwohl Jungspender mit 21 Jahren, ist Dominik Eisel bereits zum 11. Mal dabei, und das in nur drei Jahren. "Meine Mutter war auch Spenderin und hatte später selbst viel Spenderblut benötigt", da war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, auch zu spenden. Ebenso hat Elke Scherschel die Notwendigkeit der Blutspende erkannt: "Ich bin 67 Jahre und komme schon seit 20 Jahren zur Blutspende". Stolz fügt sie hinzu: "Auch meine beiden Töchter sind seit Langem mit dabei". Zufrieden über die Gesamtzahl von knapp 120 Spendern im Jubiläumsjahr, der Verein wird dieses Jahr 85, ist Sozialdienstleiterin Irene Schnur. Sie findet es erfreulich, dass mehr Frauen als Männer kommen. "Frauen sind eben mutiger als Männer", gibt sie selbstbewusst zu verstehen.Ausgeführt werden die Blutspendeaktionen vom Blutspendedienst-West mit Sitz in Bad-Kreuznach. Von hier aus werden die Termine von insgesamt 13 Teams in Rheinland-Pfalz und im Saarland gesteuert.

In Göttelborn war Team-5 mit Teamleiter Rudolf "Rudi" Emmert im Einsatz. Es besteht aus fünf Fachkräften sowie zwei Ärzten. Zu täglich wechselnden Einsatzorten ist jedes Team weit über 200 Mal pro Jahr im Einsatz. Kein Wunder, Blut wird in großen Mengen benötigt, beispielsweise als sogenanntes Vollblut für Operationen mit Blutverlust, bei Unfallverletzungen als Ersatz für verlorenes Blut, zum Blutaustausch bei der Rettung Neugeborener.

Aber auch die Bestandteile, in die das Blut zerlegt werden kann - nämlich in rote Blutkörperchen, Blutplättchen, Blutplasma.

Außer der Gewissheit, für eine notwendige und gute Sache gespendet haben, ergeben sich für die Spender auch Vorteile. Viele schätzen die Voruntersuchung als kleinen Gesundheitscheck. Es werden nicht nur Blutgruppe und Hämoglobinwert ermittelt, es erfolgen unter anderem auch Untersuchungen hinsichtlich Leberentzündungen, und es wird ein AIDS-Test gemacht. Der Spender kann also gewiss sein, dass mit seinem Blut alles in Ordnung ist. Da Blut und seine Bestandteile ständig benötigt werden, wird auch immer wieder zur Spende aufgerufen.

Die nächste Möglichkeit zur Spende in unserer Region besteht morgen im DRK-Heim in Fischbach, Schulstraße 39, ab 17 Uhr. Erstspender sollten mindestens 18, jedoch nicht älter als 60 Jahre sein. Danach können bis zum Alter von 68 Jahren Frauen viermal und Männer bis zu sechsmal pro Jahr spenden, wissen die Experten. lst