1. Saarland

Ein halb verfallenes Wegekreuz in Hirtel sieht wieder aus wie neu

Ein halb verfallenes Wegekreuz in Hirtel sieht wieder aus wie neu

Hirtel. Wege- und Flurkreuze findet man häufig im Saarland. Die meisten entstanden schon in den vergangenen Jahrhunderten und wurden von der damaligen Bevölkerung als Zeichen ihres Glaubens errichtet. In der Gemeinde Heusweiler zählt man etwa 30 Flur- oder Wegekreuze. Auch in Hirtel findet man einige in mehr oder weniger gutem Zustand

Hirtel. Wege- und Flurkreuze findet man häufig im Saarland. Die meisten entstanden schon in den vergangenen Jahrhunderten und wurden von der damaligen Bevölkerung als Zeichen ihres Glaubens errichtet. In der Gemeinde Heusweiler zählt man etwa 30 Flur- oder Wegekreuze. Auch in Hirtel findet man einige in mehr oder weniger gutem Zustand. Eines davon ist "Lauers Kreuz" in der Hirteler Straße. Es wurde 1848 von Jakob Lauer und seiner Frau Katharina errichtet. Jahrelang, schildert Otmar Sonnhalter, verrottete das etwa 1,80 Meter große Kreuz. Ecken wurden abgebrochen, von Farbe kein Spur mehr. "Es war ein Jammer, das Kreuz anzuschauen", schildert der 78 Jahre alte frühere Bahnbeamte. Irgendwann, so berichtet er, habe er den Anblick nicht mehr ertragen können.

Schließlich war Jakob Lauer sein Ururgroßvater. Zusammen mit seinem Sohn Andreas und Enkelsohn Dominic machte er sich ans Werk. Fehlende Teile wurden ersetzt, das Trio spachtelte Lücken zu und trug schließlich einen neuen, erdfarbenen Anstrich auf. Jetzt fehlt nur noch die kleine Marienfigur, die nach ihrer Restaurierung wieder in die Nische eingesetzt werden solle, so Sonnhalter (für den Fototermin mit der SZ wurde die Figur provisorisch in die Nische gestellt).

Warum sein Vorfahr das Kreuz einst errichtete, kann der Pensionär Sonnhalter nicht erklären. "Vielleicht war es Dankbarkeit, zumindest aber tiefe Frömmigkeit."