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Ein guter Ort zum Stöbern

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Saarbrücken. "Die Galerie Elitzer in der Saarbrücker Fürstenstraße ist die älteste Galerie im Südwesten Deutschlands", erklärt Rainer Elitzer, der sie in der dritten Generation führt

Saarbrücken. "Die Galerie Elitzer in der Saarbrücker Fürstenstraße ist die älteste Galerie im Südwesten Deutschlands", erklärt Rainer Elitzer, der sie in der dritten Generation führt. Hundert Jahre besteht die Galerie Elitzer, die sich zwischen 1909 und 1935 in der Schlossstraße 15, danach bis 1942 in der Vorstadtstraße 1 befand und dann - kriegsbedingt - in einem Pavillon in der Alleestraße untergebracht war. Das Provisorium dauerte bis 1961, als die Elitzers ihren jetzigen Familiensitz in der Fürstenstraße bauten. Eine Galerie, die sich dank des jetzigen Firmeninhabers Rainer Elitzer durch Kunstverstand, gepaart mit einer guten Portion Herzlichkeit, auszeichnet - auch wenn Elitzer es nicht im Sinne hatte, eines Tages die Kunsthandlung seines Vaters zu übernehmen. "Eigentlich wollte ich Architekt werden", bekennt er, der schon als Schüler Ausstellungen mit aufgebaut und dekoriert hatte und so auch Kontakte zu Künstlern bekam. Als der Vater erkrankte, sprang der junge Rainer ein. Aus der Vertretung wurde ein Dauerzustand, in den er gern hineingewachsen ist.Schwerpunkt war und ist der Kunsthandel, daneben gibt es regelmäßig Einzelausstellungen. Elitzers Herz schlägt für die klassische abstrakte Kunst, doch auch die sogenannte "erzählende Malerei" bis hin zu Werken von Chagall ist in den Räumen in der Fürstenstraße zu finden. Eine immense Auswahl an Künstlern und Stilrichtungen erwartet den Besucher - neben Malerei in Öl und Mischtechniken auch Radierungen und Lithografien, dazu Skulpturen in Bronze, wie die von Françoise Deberdt, und eine große Auswahl an Kunstdrucken. Breiten Raum nehmen die Rahmungen ein, die in der Werkstatt hinter der Galerie fachgerecht ausgeführt werden. "Bei uns wird jeder fündig", betont Elitzer, "wir haben ganzjährig eine große Auswahl von der hochwertigen Grafik bis hin zur Ein-Euro-Postkarte." Die Zeiten, in denen man Kunst als Geldanlage kaufte, sollten aus Elitzers Sicht vorbei sein. "Kunst soll demjenigen, der sie erwirbt, gefallen", betont er, selbst ein leidenschaftlicher Bildersammler. Stolz ist er darauf, dass man Werke des Shooting Stars aus Frankreich, Tony Soulié, in seiner Galerie erwerben kann. Oder die surrealistischen Karikaturen einer Susanne Smaijic, die den "doppelten Rittberger eines Schweins" auf Papier gebannt hat. Dazu finden sich Arbeiten von Karl-Otto Götz, Hans Hartung bis hin zu Tomy Ungerer und Victor Vasarely, um nur einige wenige zu nennen. Die Galerie Elitzer ist ein Ort, der zum Stöbern einlädt, wo man Kunstgeschichte der letzten vierzig Jahre findet und sich von Rainer Elitzer gut beraten fühlt.Galerie Elitzer, Fürstenstraße 17, 66111 Saarbrücken, Tel. (06 81) 3 33 90; Geöffnet Mo. bis Fr. 10 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18.30 Uhr. Sa.: 10 bis 18 Uhr.www.galerie-elitzer.de