1. Saarland

"Ein Gewinn für die Umwelt"

"Ein Gewinn für die Umwelt"

Erbringen. "Einen schöneren Auftakt kann es nicht geben", lobte Bürgermeister Erhard Seger die Kinder der Kindertagesstätte St. Luzia Erbringen, die mit einem toll gesungenen Solar-Song nach der Melodie "Der Herbst ist da" zu einer originellen Inbetriebnahme der neuen Photovoltaikanlage (Leistung 22,8 KWp) auf dem Dach des Kindergartengebäudes beitrugen

Erbringen. "Einen schöneren Auftakt kann es nicht geben", lobte Bürgermeister Erhard Seger die Kinder der Kindertagesstätte St. Luzia Erbringen, die mit einem toll gesungenen Solar-Song nach der Melodie "Der Herbst ist da" zu einer originellen Inbetriebnahme der neuen Photovoltaikanlage (Leistung 22,8 KWp) auf dem Dach des Kindergartengebäudes beitrugen. Seger begrüßte als Gäste den Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Millen und Vorstandsvorsitzenden Henry Selzer von der Bürger-Energie-Genossenschaft Hochwald, Abteilungsleiter Stefan Rauber und Sachbearbeiter Poncelet vom Wirtschaftsministerium, Inhaber Karl Gärtner aus Honzrath von der ausführenden Firma, Kita-Saarland eGmbH-Geschäftsführer Rainer Borens, die Erbringer Kita-Leiterin Karoline Theobald, die stellvertretende Ortsvorsteherin Astrid Moritz sowie weitere Orts- und Gemeinderatsmitglieder und Mitarbeiter.Seger wies auf die Bedeutung der Kraft der Sonne zur Energieversorgung hin, die auch an diesem herrlichen Herbsttag zu erleben sei und eine große Leistung erbringe. Nach anderen privaten Nutzern und dem Bürgerkraftwerk der Stadtwerke Dillingen auf verschiedenen großen Dachflächen an gemeindeeigenen Gebäuden komme nun hier mit der BEG ein Genossenschaftsmodell zum Zuge. "Dies ist ein großer Tag für alle und eine hervorragende Lehrstunde in Sachen Energie", sagte Seger zufrieden. Da die geeigneten Dachflächen der Gemeinde nun zu Ende gehen würden, werde die Windkraft zu deren nächstem Thema. "Ich freue mich auf weitere Schritte in Richtung erneuerbare Energien", betonte er. Leiterin Theobald gab einen kurzen Überblick über die Erbringer Kita, die nach dem Konzept der von Maria Montessori entwickelten Pädagogik arbeite. Abteilungsleiter Rauber lobte das von der Kita gelebte pädagogische Konzept und das vorbildliche Modellprojekt deren neuer Photovoltaikanlage.

Nach seinen Worten werden die Kommunen immer wichtiger bei der Nutzung erneuerbaren Energien. "Wir brauchen die Akzeptanz für die Energiewende. Bürgermeister und Landräte müssen mitmachen. Im Moment ist noch Geld da. Ich ermuntere sie, diesem Beispiel zu folgen", erklärte er. BEG-Aufsichtsratsvorsitzender Millen verdeutlichte, wer von dieser neuen Anlage profitiere: der Modulhersteller aus Deutschland, der Installateur Gärtner als lokaler Betrieb, was Arbeitsplätze in der Gemeinde sichere, die Kita, mit der eine Vereinbarung geschlossen wurde und die BEG, deren Mitglieder bei entsprechendem Verbrauch irgendwann eine Dividende erhalten. "Die Umwelt gewinnt durch die Vermeidung von CO2 am meisten, und die Sonne schickt keine Rechnung, daher haben alle einen Vorteil", unterstrich Millen.

Er dankte der Gemeinde und dem Rat, der Kita gGmbH und dem Ministerium für die schnellen Entscheidungen. Ohne Zuschuss hätte man die Anlage nicht bauen können. "Viele Bürger sind unserer Genossenschaft bereits beigetreten", zeigte er sich erfreut. Dies war er aber auch über die gelungene Gesangsüberraschung der Kinder und bedachte sie mit kleinen Geschenken. Für den Bürgermeister hatte er das kleinste in Serie gefertigte (Miniatur-) Solarauto mitgebracht und startete es mit einem Strahl der Taschenlampe. "Wir brauchen die Akzeptanz für die Energiewende."

Bürgermeister Erhard Seger