1. Saarland

Ein feiner Nadelstich der Moskitos Oberthal: Der Abstieg steht schon nach neun Spielen so gut wie fest

Ein feiner Nadelstich der Moskitos Oberthal: Der Abstieg steht schon nach neun Spielen so gut wie fest

Marpingen. Die Stimmung am späten Samstagabend in der Marpinger Sporthalle war grandios: Mit dem besten Auftritt in der bisherigen Spielzeit hatten die Handballerinnen der DJK Marpingen gerade gegen Oberliga-Tabellenführer TV Bassenheim mit 23:21 gewonnen. Es war erst die zweite Niederlage, die die Gäste in dieser Saison einstecken mussten

Marpingen. Die Stimmung am späten Samstagabend in der Marpinger Sporthalle war grandios: Mit dem besten Auftritt in der bisherigen Spielzeit hatten die Handballerinnen der DJK Marpingen gerade gegen Oberliga-Tabellenführer TV Bassenheim mit 23:21 gewonnen. Es war erst die zweite Niederlage, die die Gäste in dieser Saison einstecken mussten.Entsprechend zufrieden konnten die Marpinger Moskitos und ihr Anhang sein. Auch wenn die Spielerinnen nach dem Erfolg vor allem auch eines waren: erschöpft. 60 Minuten waren beide Teams ein sehr hohes Tempo gegangen und hatten jeden Zweikampf mit einer hohen Intensität bestritten.

Die ersten 28 Minuten verlief die Partie dabei völlig ausgeglichen. Mit 12:13 lagen die Moskitos zu diesem Zeitpunkt hinten, als DJK-Nachwuchs-Akteurinnen die Verantwortung übernahmen: Sara Urhahn erzielte vom Siebenmeterpunkt den Ausgleich, Marie Kiefers Rückraumschuss passte anschließend zur 14:13-Halbzeitführung. "Ich hatte schon beim A-Jugendspiel gesehen, dass sie sich gut fühlen", hatte DJK-Trainer Manfred Wegmann eine Stunde zuvor erkannt.

Urhahn versenkte direkt nach dem Wechsel einen weiteren Strafwurf zum 15:13. In der folgenden, stärksten Phase bauten die beiden besten Marpingerinnen, Britta Buchholz und Carolin Wegmann, den Vorsprung auf 18:13 aus. Ein platzierter Wurf von Kiefer krachte noch zum 19:13 (38.) im Gästekasten. Damit war der 7:0-Lauf aber auch beendet, und Bassenheim verkürzte binnen neun Minuten wieder auf 18:20 (47. Minute). Würde die Partie noch mal kippen? Nein, denn Rückraumspielerin Buchholz, die in Abwehr und Angriff einen klasse Auftritt zeigte, konterte mit zwei Treffern zum 22:18. "Ich denke, bis auf ein paar kleine Fehler war es ganz gut", kommentierte sie ihre persönliche Leistung. Die gesamte Mannschaft habe für die Klatsche in Wittlich eine Reaktion zeigen wollen. "Und gegen Tabellenführer spielen wir immer gerne", sagte Buchholz.

Es sollte aber noch ein hartes Stück Arbeit werden, bis der Sieg feststand. Urhahns dritter Versuch von der Siebenmeterlinie landete am Pfosten, und Sara Keller brachte die Gäste auf 20:22 ran. Zweimal parierte Torhüter Carina Kockler, die vorher bereits zwei Siebenmeter gehalten hatte, die freien Würfe von Jenny Schmidt. Überhaupt, beide DJK-Torfrauen und der funktionierende Abwehrverband erlaubten dem mit Abstand besten Angriff der Oberliga in Hälfte zwei nur acht Tore. Ihre Energieleistung krönte Buchholz mit dem spielentscheidenden Treffer zum 23:20 (58.).

In der Schlussphase behielten die Moskitos die Nerven und verteidigten die Führung. Beim Schlusspfiff rissen die Spielerinnen ebenso wie Trainer Manfred Wegmann die Arme in die Höhe. Sein Team hatte gegen den starken Spitzenreiter so gut wie nichts falsch gemacht. Mit 11:7 Punkten stehen die Moskitos in der Tabelle nun auf Platz sechs. Nächsten Samstag kommt das punktlose Schlusslicht aus Oberthal zum Lokalderby nach Marpingen.

Die Tore für die DJK: Britta Buchholz (7), Carolin Wegmann (4), Kristin Klos, Katharina Leib, Marie Kiefer, Christine Lezaud (je 2), Sara Urhahn (2/2), Steffi Schreier, Nadine Klein (je 1).

Oberthal. Neun Spiele, neun Niederlagen: Oberliga-Aufsteiger FSG Oberthal-Hirstein befindet sich weiter im freien Fall zurück in die Handball-Saarlandliga. Der punktlose Tabellenletzte wurde am Samstag im Heimspiel von einem Mitkonkurrenten um den Abstieg, dem SV Zweibrücken, in alle Einzelteilen zerlegt. Die FSG bezog eine verheerende 20:36 (9:18)-Packung und wurde damit für ihre ungenügende Chancenverwertung aufs heftigste bestraft.

Allein zehn gut herausgespielte freie Tormöglichkeiten ließen die Oberthalerinnen vor der Pause ungenutzt. "Das war Unvermögen und hat mit Wurfpech nichts mehr zu tun", meinte der maßlose enttäuschte FSG-Trainer Uwe Hoffmann.

Wenn man nicht in der Lage sei, aus solchen Chancen Tore zu machen, habe man in der Klasse nicht zu suchen. Dazu patzten hinten seine diesmal ganz schwachen Torfrauen Lena Schuh und Celine Mitchell serienweise bei Würfen von den Außenpositionen. Mit Torhüterin Daphne Huber, Spielmacherin Katharina Koch und Jugendnationalspielerin Elisa Burkholder (elf Tore) reichten dem ersatzgeschwächten SV Zweibrücken drei überdurchschnittliche Spielerinnen, um zu einem mehr als deutlichen Erfolg zu kommen. Kopflos, unstrukturiert und ohne jegliche Spielsteuerung rannte die immer mehr resignierende FSG in Hälfte zwei umher. frf

Die Tore für die FSG: Nina Kannengießer (3), Kim Rausch-Dupont (3/1), Janina Schön (3/2), Christina Schuh, Hannah Kuffner, Helena Klees, Jaqueline Bier (je 2), Marie Wirtz, Hanna Peiffer, Svenja Rausch-Dupont (je 1).

"Gegen Tabellenführer spielen wir

immer gerne."

Marpingens Rückraumspielerin Britta Buchholz