Ein Beruhigungsschnaps nach dem Triumph

Oberthal. Am Samstag um 16.55 Uhr bereitete sich Daniel Schöneberger von den KF Oberthal im Kegelsportzentrum Oberthal auf seinen Einsatz am letzten Spieltag der Meisterrunde in der Bundesliga im Sportkegeln vor. An der gut gefüllten Zuschauertribüne machte Schöneberger Dehnübungen. "Es ist leider noch sehr spannend", erklärte der Oberthaler Mannschaftsführer

 Goldjungs: Die Kegler der KF Oberthal stehen nach Saisonende erneut auf dem Siegertreppchen ganz oben. Da bleiben der Konkurrenz wie dem Kegler links nur neidische Blicke.Foto: sem

Goldjungs: Die Kegler der KF Oberthal stehen nach Saisonende erneut auf dem Siegertreppchen ganz oben. Da bleiben der Konkurrenz wie dem Kegler links nur neidische Blicke.Foto: sem

Oberthal. Am Samstag um 16.55 Uhr bereitete sich Daniel Schöneberger von den KF Oberthal im Kegelsportzentrum Oberthal auf seinen Einsatz am letzten Spieltag der Meisterrunde in der Bundesliga im Sportkegeln vor. An der gut gefüllten Zuschauertribüne machte Schöneberger Dehnübungen. "Es ist leider noch sehr spannend", erklärte der Oberthaler Mannschaftsführer. Nach fünf von sechs Keglern lag er mit seinem KFO knapp hinter der TG Herford auf dem zweiten Platz. Das war aber nicht entscheidend. Wichtiger war, dass Oberthal knappe 24 Holz mehr hatte als der direkte Konkurrent im Meisterschaftsrennen, der KSV Riol. Würde Oberthal den Heimkampf vor Riol beenden, wären die KFO deutscher Meister. Und Schöneberger baute den knappen Vorsprung im direkten Duell gegen Riols Martin Hoffmann am Ende auf 71 Holz aus. Und auch an Herford zog Oberthal dank der 946 Holz von Schöneberger noch vorbei. "Ein ganz dickes Lob an Daniel. Er hat fantastisch gespielt", lobte KFO-Kegler Markus Gebauer, seinen Mannschaftskollegen. Um 18.03 Uhr warf Schöneberger die letzte Kugel und jubelte gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen über die neunte Meisterschaft in Serie. Die Oberthaler Spieler lagen sich in den Armen und waren einfach nur glücklich. "In den Play-offs hat man Druck ohne Ende. Jetzt ist die Erleichterung riesengroß", freute sich KFO-Kegler Horst Mickisch. Nach dem nervenaufreibenden Ligafinale gönnte sich sein Mannschaftskollege Jürgen Wagner erst einmal einen hochprozentigen "Doktor". "Ich habe einen Beruhigungsschnaps gebraucht", erzählte Wagner lachend. Erstmals wurde die Meisterschaft nach einer dreijährigen Pause wieder in Play-offs der besten vier Teams entschieden. In den Jahren zuvor war der Erste der regulären Saison deutscher Meister geworden. "Wir haben von den Play-offs weniger profitiert", erklärte Markus Gebauer. Nach der regulären Spielzeit hatte Oberthal sieben Zähler Vorsprung auf Verfolger Riol. Am Ende der Meisterrunde waren es gerade einmal zwei. Bis zum letzten Spieltag waren die Kontrahenten sogar punktgleich gewesen. "Dennoch war es die richtige Entscheidung, die Play-offs wieder einzuführen. Die Stimmung bei den Zuschauern ist dort immer fantastisch. Und auch für die Öffentlichkeit ist es interessanter. Das bringt unseren Sport voran", sagt Gebauer. In die Play-offs will Oberthal natürlich auch nächste Saison wieder einziehen. Die Meistermannschaft, zu der Holger Mayer, Markus Gebauer, Daniel Schöneberger, Hilbert Wagner, Jürgen Wagner, Horst Mickisch, Daniel Schulz und Klaus Benoist gehörten, wird wohl komplett zusammenbleiben. Mit diesem Kader soll dann ein weiterer Titel her. "Sollten wir wirklich zum zehnten Mal in Folge Meister werden, wäre das die absolute Krönung für uns", erklärte Holger Mayer.