1. Saarland

Ehrlich Brothers – die Rockstars der Magie

Ehrlich Brothers – die Rockstars der Magie

Duo verwandelte die Saarlandhalle in eine Arena der Illusionen.

Sie haben ein Spielzeug-Auto zu einem acht Tonnen schweren Monstertruck wachsen lassen und sich auf einem Quad in Sekundenschnelle von der Bühne mitten ins Publikum katapultiert: Mit ihren spektakulären Groß-Illusionen verblüfften die Ehrlich Brothers am Donnerstag und Freitag gleich zwei Mal das Publikum in der ausverkauften Saarbrücker Saarlandhalle.

Bei ihren Illusionen gingen die zwei erfolgreichen Brüder nicht gerade zimperlich miteinander um: So schrumpfte Christian Ehrlich auf die Größe einer Handpuppe zusammen, mit der Andreas seine Scherze trieb und ihn anschließend auf einer Streckbank wieder in volle Lebensgröße zurecht zog. Und Andreas Ehrlich wurden bei einem Trick, der vermeintlich schief lief, seine Beine abgesägt, die sein Bruder für eine Tanzeinlage nutze. Das Publikum war begeistert.

Zu den Höhepunkten der neuen Show "Faszination" gehörte zudem eine Nummer, bei dem die beiden Ehrlichs Schwiegermütter aus dem Publikum von der Bühne "wegteleportierten" und am anderen Ende der Halle wieder auftauchen ließen: "Ich bin übrigens seit 13 Jahren verheiratet", plauderte Andreas. Ihr Herz für parodistische Magie zeigten die Brüder dagegen bei der Präsentation ihres verhassten "Fantasie-Zerstörers - eine Satire auf den "Magier mit der Maske" aus dem Fernsehen, der die Illusionen seiner Kollegen verrät. Doch natürlich plauderten sie nicht aus dem Nähkästchen und am Ende brüllte eine täuschend echt aussehende Löwenfigur in den Saal.

In der neuen Show ließen die beiden Brüder jedoch auch Raum für nachdenkliche Momente: "Unser Vater konnte unseren Durchbruch nicht mehr miterleben. Er starb vor dreieinhalb Jahren an Leukämie", erinnerte sich Andreas und fügte hinzu: Es sei Zeit, einmal Danke zu sagen. Ihm zu Ehren führten sie noch einmal eine Illusion der vergangenen Tournee auf, die sie noch mit ihm zusammen entwickelt haben: Christian Ehrlich fuhr mit einem Motorrad auf einem überdimensionalen I-Pad. Auch einige weitere Höhepunkte aus den Vorgänger-Shows durften nicht fehlen. Wie zum Beispiel der "Griechenland-Trick", bei dem Christian Ehrlich den 20-Euro-Geldschein des Zuschauers Stefan erst in einen Fünf-Euro-Schein und schließlich doch in einen 50-Euro-Schein verwandelt.

Und auch sein Bruder bewies Fingerfertigkeit, als er bei einem Münztrick zusammen mit Jennifer, Beate und Volker die physikalischen Gesetze außer Kraft setzte und Münzen durch eine Glasscheibe zauberte. Die Kinder im Saal freuten sich dagegen über den Flohzirkus mit dem tierischen Klitzeklino, der artistische Höchstleistungen vollbrachte.

Andere Illusionen kannten viele dagegen bereits von den saarländischen Kollegen der Ehrlich Brothers. Wie die, bei der sie die von einer Zuschauerin zufällig ausgewählten Farben treffsicher vorhersagten und plötzlich in genau diesen vor der verblüfften Frau standen. Und das "Puzzle des Lebens" hat Maxim Maurice schon seit einigen Jahren in seinem Repertoire. "Der Rahmen des Lebens ist fest und unveränderlich, der Inhalt aber nicht", erklärte Andreas Ehrlich, fügte immer weitere Teile zu einem Puzzle hinzu und erstaunte das Publikum dann damit, dass der Rahmen nach wie vor um das Ergebnis passte. Mit den Worten "Carpe diem: Nutze den Tag!" beendete er dieses Kunststück. Die Ehrlich Brothers haben ihre Show jedenfalls zu nutzen gewusst.