ECE: Nachbarstädte befürchten negative Auswirkungen

ECE: Nachbarstädte befürchten negative Auswirkungen

Noch bis Montag läuft das Anhörungsverfahren für das geplante Einkaufszentrum auf dem Homburger Enklerplatz. Insgesamt 32 Kommunen werden bis dahin gebeten, ihre Einschätzung zum ECE-Shoppingcenter abzugeben, ihre Einwände zu formulieren.

Diese werden anschließend von der Landesplanung geprüft. Die Behörde in Saarbrücken hatte zuvor im Rahmen des vereinfachten Raumordnungsverfahrens und nach Prüfung zweier Gutachten ein Homburger Center mit einer Verkaufsfläche von höchstens 16 500 Quadratmetern für die Anhörung freigegeben. Bisher ist bekannt, dass sich Blieskastel und St. Ingbert gegen die ECE-Ansiedlung positioniert haben. Die jeweiligen Bauausschüsse stören sich vor allem an der Größe des Projekts und befürchten einen Kaufkraftverlust für ihre Innenstädte. Der St. Ingberter Ausschuss hat am Mittwochabend die Stadtverwaltung beauftragt, "eine ablehnende Stellungnahme zum geplanten ECE-Vorhaben in Homburg abzugeben". Auch die pfälzische Nachbarstadt Zweibrücken hat Bedenken angemeldet.

Das verkürzte Raumordnungsverfahren muss mit Prüfung der Einwände innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein. Das wäre kurz vor Weihnachten. Ob Nachbarkommunen im Anschluss im Rahmen der dann folgenden Offenlegung auch Klage gegen das ECE-Projekt einreichen werden, darüber ist derzeit nichts bekannt. Die Entscheidungsträger halten sich im Moment bedeckt.

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