„Ebis“ Erben stehen in den Startlöchern

SR3-Sommeralm : „Alm-Ebis“ Erben sind Heimschläfer

SR-Moderatoren-Duo ersetzt Eberhard Schilling bei Redener Sommeralm. Auch das Programm bietet Neuerungen.

Aus eins mach zwei – nach dem Rücktritt des „Alm-Ebis“ Eberhard Schilling übernimmt bei der elften „SR 3 Sommeralm“ ein Duo dessen Amt: Die Moderatoren Marcel Lütz-Binder und Michael Friemel präsentieren die Veranstaltungen vom 19. bis 28. Juli auf der Bergehalde in Reden. Während Friemel noch in Urlaub weilte, sprach Lütz-Binder über die neue Tätigkeit.

Ist es nicht schwer, die Nachfolge des „Alm-Ebi“ anzutreten?

Lütz-Binder: Der „Alm-Ebi“ hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer wahren Kultfigur entwickelt. Der soll und kann nicht ersetzt werden. Ich habe ihn seit der ersten „SR 3 Sommeralm“-Veranstaltung oben auf der Halde Reden begleitet; habe als Almreporter von „Alm-Ebis“ Abenteuern berichtet und seit einigen Jahren aus der Hütte „Alm-Radio“ gemacht. Das war eine großartige Zeit mit Ebi. Als Eberhard Schilling sich entschloss, diese Figur in Rente zu schicken, stand bald fest, dass die Alm auch ohne ihn weitergehen soll. Wir werden unser Bestes geben, dass auch in diesem Jahr alle ihren Spaß haben werden.

Wie bereiten Sie sich auf diese Aufgabe vor?

Lütz-Binder: Durch meine langjährige Sommeralm-Erfahrung kenne ich mich da oben bestens aus. Neu ist für mich, dass ich nach der Alm-Radio-Sendung, die wieder live auf SR 3 zu hören sein wird, aus der Hütte komme und rauf auf die Bühne klettere. Ich werde, wie in jedem Jahr, versuchen, wieder täglich zu Fuß die Halde zu erklimmen. Mein Rekord liegt bei unter zehn Minuten vom Parkplatz bis zum Gipfel. Vielleicht sollte ich ein bisschen trainieren, um das noch mal zu schaffen… (lacht).

Worin besteht die größte Herausforderung?

Lütz-Binder: Größte Herausforderung in den letzten beiden Jahren war die Hitze. Die Sonne konnte einen schon ordentlich brutzeln. Zum Glück ist da oben für alles gesorgt: Genug gekühlte Getränke für alle sind da und die Wirte stellen bei Bedarf auch wieder Sonnenschirme auf den Platz.

Was machen Sie anders, welche „Traditionen“ wollen Sie beibehalten?

Lütz-Binder: Es wird auch in diesem Jahr wieder – und das ist eine feste Tradition seit der ersten Auflage der „SR 3 Sommeralm“ – ganz viel Live-Musik geben. Jeden Abend spielt eine andere Band mit einer anderen Musikrichtung: Rock, Pop, Alm- und Party-Musik, italienische Klassiker… In diesem Jahr wird es neu ein Familien- und Kinder-Programm an den Samstagen geben. Dafür wird sich die Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen mit ihren Helfern von THW, Feuerwehr und DRK mächtig ins Zeug legen. Eddi Zauberfinger wird auf der Bühne stehen und es wird viel zum Gucken und Ausprobieren geben.

Welches sind Ihre persönlichen Programm-Highlights 2019?

Lütz-Binder: Ich freu mich auf Wiederholungs-Täter Giovanni Zarella, der im letzten Jahr für viel Stimmung gesorgt hat. Vielleicht bringt er ja mal seine Frau, das brasilianische Model Jana-Ina, mit. Das würde mit Sicherheit die schon im Vorjahr beachtliche Selfie-Rate mit den Künstlern noch steigern. Daneben bin ich gespannt, ob auch in diesem Jahr im Minutentakt die Hüttentür aufgeht, ein Almbesucher den Kopf reinsteckt und fragt: „Schloft der wirklich do?“ Aber da kann ich jetzt schon versichern: Die ehemalige „Alm-Ebi“-Hütte wird in diesem Jahr ausschließlich als Alm-Studio und Museum dienen. Michael und ich sind Heimschläfer.

Wie sieht es aus, wenn Sie privat Urlaub machen – sind Sie dann eher Meer- oder Berge-Fans?

Moderiert das Alm-Radio: Marcel Lütz-Binder. Foto: SR

Lütz-Binder: Ich mag beides. Wobei ich auf den Quallen-Alarm beim letzten Mallorca-Strandurlaub hätte verzichten können. Aber statt nur am Strand zu liegen, wandern wir privat auch gerne durch das mallorcinische Tramuntana-Gebirge und genießen von da oben die Aussicht auf das herrliche Mittelmeer. Und schon als Kind habe ich das Mittelgebirge des Schwarzwalds durchwandert. Auf den Feldberg zieht es mich heute noch. Um da hochzusteigen, brauche ich aber mehr als zehn Minuten. Da bin ich deutlich schneller auf der „SR3-Sommeralm“ und genieße von da aus den Blick über das schöne Saarland… (lacht).

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