Duo Rivinius brillierte beim Meisterkonzert in der Sulzbacher Aula

Duo Rivinius brillierte beim Meisterkonzert in der Sulzbacher Aula

Sulzbach. Ein Glanzlicht der Sulzbacher Meisterkonzerte gab's am Freitag. In der gut besuchten Aula konnte Gastgeber Uwe Brandt, Chef der Musikschule Sulzbach, zur sechsten Saisonausgabe der Klassikreihe das Duo Rivinius präsentieren. Nicht nur in der Region besitzt der Name Rivinius Klang - und er hielt, was er verspricht

Sulzbach. Ein Glanzlicht der Sulzbacher Meisterkonzerte gab's am Freitag. In der gut besuchten Aula konnte Gastgeber Uwe Brandt, Chef der Musikschule Sulzbach, zur sechsten Saisonausgabe der Klassikreihe das Duo Rivinius präsentieren. Nicht nur in der Region besitzt der Name Rivinius Klang - und er hielt, was er verspricht. Die international konzertierenden saarländischen Brüder Gustav (Cello; Professor an der Saarbrücker Musikhochschule, HfM) und Paul Rivinius (Klavier; Professor der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin) empfahlen sich als emotional und mit Köpfchen musizierende Einheit. Passend zum Jubiläumsjahr stand Romantisches von Robert Schumann und Frédéric Chopin auf dem Programm. Gleich zu Beginn bei Schumanns Fantasiestücken op. 73 gefielen Facettenreichtum und stimmige Dynamik. Farbenwechsel klappten minutiös, die fluktuierenden Stimmungen wurden eingefangen. Auch bei heftig wogendem Klavierteppich war der nicht selten sanfte und schwerelos wirkende Celloklang gut zu hören. Sehr schön herausgearbeitet auch die Charaktervielfalt von Schumanns Stücken im Volkston op. 102, vom rhythmisch pikanten Auftakt "Mit Humor" bis hin zum vitalen Ausklang "Stark und markiert". Bei Chopins Polonaise brillante paarten sich Ballett-Eleganz und orchestrale Fülle, schwärmerisch-vollmundiger Celloton und plastisch modulierte Tastenpirouetten. Alle seine Trümpfe spielte das Duo Rivinius schließlich imponierend bei Chopins g-moll-Sonate op. 65 aus: Ein intensives Largo und ein leichtfüßig genommenes Scherzo erblühten zwischen Ecksätzen, denen es weder an Energie noch an Feinzeichung mangelte. Dafür gab es Riesenapplaus und Zugaben. uhrSaisonfinale am Sonntag, 12. Dezember, Aula Sulzbach, 19 Uhr: 7. Meisterkonzert "Hommage à Frédéric Chopin, Musik & Texte" mit Verena Wilhelm, Uwe Brandt (Klavier), dem Streichquartett der Musikschule Sulzbach und Matthias Finger (Sprecher).

Mehr von Saarbrücker Zeitung