Dubioser Brief verspricht hohen Geldbetrag

Dubioser Brief verspricht hohen Geldbetrag

Völklingen. Dieses Mal ist der versprochene Gewinn noch attraktiver. 5000 Euro in bar soll sich Ilse Willemse aus Ludweiler am Mittwoch, 12. Januar, abholen, schreibt eine "Benachrichtigungszentrale für Bargeldgewinne" an die 75-Jährige. Busreise, Mittagessen und zehn Kilo Lebensmittel sowie das Rahmenprogramm sollen dabei kostenlos sein

Völklingen. Dieses Mal ist der versprochene Gewinn noch attraktiver. 5000 Euro in bar soll sich Ilse Willemse aus Ludweiler am Mittwoch, 12. Januar, abholen, schreibt eine "Benachrichtigungszentrale für Bargeldgewinne" an die 75-Jährige. Busreise, Mittagessen und zehn Kilo Lebensmittel sowie das Rahmenprogramm sollen dabei kostenlos sein. In einer Unterzeile wird das größte Blumen- und Gartenbaucenter Deutschlands als Gastgeber dieses "Ganztagesausflugs in die Region Pfälzer Wald" angegeben. "Unfasslich", findet Wolfgang Willemse, Sohn der Adressatin, das Schreiben. Er vermutet eine organisierte Werbefahrt mit angeschlossener Verkaufsveranstaltung. Bereits im Oktober 2010 hatte seine Mutter ähnliche Post bekommen, wie etliche Bürger der Region auch. Damals hatte ein Finanzdienstleister Dr. Paul Jensen seine Mutter informiert, dass sie 1105,02 Euro gewonnen habe (wir berichteten). Auf dem Briefumschlag firmierte als Absender ein "50 Plus Aktivclub", "genauso wie jetzt auch wieder", berichtete Willemse gestern am Telefon. Damals war Willemse mit dem Brief zur Völklinger Polizei gegangen. Kriminaldienstleiter Hermann-Josef Flesch (Foto: bub) fand schnell heraus, dass Dr. Paul Jensen kein Unbekannter ist. Auch um den aktuellen Fall will er sich kümmern und auch wieder - wie bereits im Oktober - die Verbraucherzentrale des Saarlandes informieren. Dabei, bedauert Flesch, sind in den meisten Fällen die Organisatoren dieser Fahrten kaum zu fassen. Nur dann habe man Erfolg, wenn die Staatsanwaltschaft in den Briefen einen Betrugstatbestand erkenne. "Wer genau jede Zeile liest, wird merken, dass meist nichts Falsches versprochen wird." Er empfiehlt, solche Briefe in den "Müll zu werfen". Wie schwierig es für die Polizei ist, einzugreifen, veranschaulicht der Fall aus Heusweiler, den Flesch schildert: "Ein Beamter war in einen Bus zugestiegen, um die Fahrgäste über die Hintergründe der Werbefahrt aufzuklären. Viele fuhren dennoch."