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Drogendealer in Neunkirchen und Ensdorf gefasst
Kripo stellt ein Kilo Heroin sicher – Marktwert liegt bei mehreren 10 000 Euro

 Ein Blick über die heiße Ware, die Drogenfahnder in Neunkirchen und Ensdorf beschlagnahmten.
Ein Blick über die heiße Ware, die Drogenfahnder in Neunkirchen und Ensdorf beschlagnahmten. FOTO: Polizei
Saarbrücken . Vorbestrafte Komplizen sitzen wieder hinter Gitter. Gegen Dritte im Bunde wird ebenfalls ermittelt. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Die Polizei hat zwei mutmaßliche Drogendealer aus Neunkirchen und Ensdorf nach ihrer Rückkehr von einer Einkaufstour in den Niederlanden gefasst. Die Fahnder durchsuchten ihre Wohnungen und entdeckten unter anderem ein Kilo Heroin sowie mehrere 1000 Euro, die aus Geschäften mit Rauschgift stammen sollen. Allein das Heroin soll nach Expertenangaben einen Schwarzmarktwert von mehreren 10 000 Euro haben. Außerdem filzten Beamte die Wohnung einer Neunkircherin und wurden dort auch fündig. Die beiden Männer sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft, die Frau blieb auf freiem Fuß.


Monatelang beobachtet

Wie ein Sprecher des Landespolizeipräsidiums mitteilt, waren seine Kollegen den Verdächtigen schon seit Monaten auf den Fersen. Von „umfangreichen Ermittlungen“ des Drogendezernates ist die Rede. Bei der jetzigen Heimfahrt aus Holland fand die Polizei in dem Mercedes der Männer Heroin, Kokain und Bares. Weitere heiße Ware spürte sie wenig später in den Wohnungen des 60-Jährigen in Ensdorf (Landkreis Saarlouis) sowie bei dem 62 Jahre alten Neunkircher auf.



Hauptdealer in Neunkircher Drogenszene

Letzterer gelte als Hauptlieferant und ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Demnach sei er Hauptlieferant für die Rauschgiftszene im Neunkircher Postpark. Aus diesem Grund war er nach Polizeiauskunft bis Mitte 2018 hinter Gitter, hatte eine mehrjährige Haftstrafe wegen Drogenhandels verbüßt. Sein Ensdorfer Komplize soll ebenfalls einschlägig vorbestraft sein. Er war wegen Bewährung frei. Beide sitzen seit Montag (11. Februar) wieder in Saarbrücken im Bau und warten in Untersuchungshaft auf ihre neuerlichen Prozesse.

Die Dritte im Bunde

Die Neunkircherin (33), die als Mittäterin gilt, musste nicht ins Gefängnis, obwohl dies beantragt worden war. Bei ihr stießen die Drogenspezialisten nur auf kleinere Mengen Rauschgift und auf nur einen geringen Geldbetrag.

Auf einen Blick

Insgesamt war die Ausbeute groß: Die Polizei beschlagnahmte ein Kilo Heroin, mehr als 200 Gramm Kokain, kleinere Mengen Cannabis sowie Geld in fünfstelliger Höhe.