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Dritter mit „Flugzeuge im Bauch“

Dritter mit „Flugzeuge im Bauch“

Mit seinem 15-minütigen Videofilm „Flugzeuge im Bauch“ hat der 13-jährige Jan-Luca Blass den dritten Platz beim Jugendvideopreis 2013 belegt. Darin erzählt der Riegelsberger die Geschichte einer jungen Liebe.

Ein Modell-Flugzeug zieht sachte seine Kreise über den Spielplatz an der Gisorstraße. Plötzlich saust der Flieger auf ein junges Mädchen zu und stößt mit ihm zusammen. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Die beschriebene Szene ist der Einstieg in einen 15-minütigen Videofilm, den Jan-Luca Blass aus Riegelsberg gedreht und damit den dritten Platz im Bundeswettbewerb "Jugendvideopreis 2013" belegt hat.

"Flugzeuge im Bauch" hat der 13-jährige Riegelsberger seinen Film genannt. Der Gymnasiast erzählt darin die Geschichte einer jungen Liebe, die sich aus dem zufälligen Zusammenstoß mit dem Modellflugzeug entwickelt. Die beiden Jugendlichen verabreden sich danach über Skype, kommen sich näher und verbringen immer mehr Zeit zusammen am Dörschbachweiher, im Cinestar-Kino und zuhause im elterlichen Garten. Das zarte Band der Liebe erhält jedoch einen Dämpfer, als das Mädchen beim Spielen auf das Modellflugzeug tritt.

Beide finden jedoch einen Weg, das Missgeschick wieder gutzumachen, und am Ende steigen beide in ein Flugzeug und entschwinden in die Sommersonne am Flugplatz Düren. Soweit die Romanze, für die Jan-Luca Blass die Idee hatte, das Drehbuch geschrieben, die Kamera geführt, die Musik komponiert und alles geschnitten hat. Selbstverständlich war er auch einer der beiden Hauptdarsteller. Seine Grundschulfreundin Chantale Lauer übernahm den Part der Co-Hauptdarstellerin.

"Gedreht habe ich den Film schon vor einiger Zeit aus Lust und Laune", erzählt der schüchterne Blondschopf. "Damals habe ich nicht daran gedacht, ihn bei einem Wettbewerb einzureichen. Doch dann sah ich den Aufruf für den Jugendvideopreis im Internet und hab‘ den Film eingereicht." Als dann die Einladung zur Preisverleihung nach Halle kam, fiel er aus allen Wolken. "Wow, war das ein tolles Gefühl, meinen Film in einem richtigen Kino zu sehen. Etwa 50 Zuschauer waren da, alle haben applaudiert, anschließend wurde ich auf der Bühne interviewt, und 400 Euro Preisgeld gab es auch noch."

Seine Liebe zum Filmen legte sein Onkel Markus, der Jan-Luca Blass zur Kommunion eine kleine Film-Handkamera schenkte. Anfangs drehte er kleine Musikvideos und Zauberfilme. Mittlerweile haben sich seine technische Ausstattung vergrößert und sein Können perfektioniert. Unterstützt beim Komponieren seiner Filmmusiken wird er von seinem Klavierlehrer Dieter Prünn.

Als Berufswunsch nennt Jan-Luca Blass Kameramann, Regisseur oder Musiker. Auf jeden Fall irgendetwas mit Filmen.

Übrigens: Den gleichnamigen Song zu seinem Film von Herbert Grönemeyer aus den 1980er Jahren hat Jan-Luca Blass nicht gekannt, aber irgendwie hat er das Lied ganz gut filmisch umgesetzt. Und noch etwas: Der Film ist keineswegs autobiografisch.