1. Saarland

Dreister Hosendieb mit Elektrofahrrad geschnappt

Dreister Hosendieb mit Elektrofahrrad geschnappt

Riegelsberg. Eine Hose zu stehlen, das kann mit Schläue und Geschick gelingen. 15 Hosen auf einmal wegzutragen ist aber selbst für Berufsdiebe schwer - und unmöglich für einen Menschen, "der vermutlich bei allen seinen Beutezügen erwischt worden ist", wie Hauptkommissar Gerhard Balzert von der Polizeiinspektion Köllertal berichtete

Riegelsberg. Eine Hose zu stehlen, das kann mit Schläue und Geschick gelingen. 15 Hosen auf einmal wegzutragen ist aber selbst für Berufsdiebe schwer - und unmöglich für einen Menschen, "der vermutlich bei allen seinen Beutezügen erwischt worden ist", wie Hauptkommissar Gerhard Balzert von der Polizeiinspektion Köllertal berichtete. Mit solch einem Menschen hatte es die Polizei in Riegelsberg zu tun. In Marseille, seinem Geburts- und Wohnort, soll der drogensüchtige Mann mit insgesamt 25 Straftaten aktenkundig sein. In Deutschland fiel er seit dem Jahr 2003 schon fünfmal auf. Am Montag verschlug es den 35-Jährigen zum Stehlen nach Riegelsberg. Wie die Köllertal-Polizei herausfand, war der Südfranzose am Freitag um 22.45 Uhr mit dem Nachtzug von Marseille nach Metz gefahren, von dort weiter nach Saarbrücken. Ziel der Reise war die Anschrift einer verflossenen Liebschaft. Der Mann traf die Flamme von früher nicht mehr an und begab sich zum Trost auf eine zweitägige Kneipen- und Disco-Tour, in deren Verlauf er etwa 500 Euro durchbrachte. Mit 25 Euro Restguthaben begab er sich am Montag gegen 13.55 Uhr am Riegelsberger Stumpen vor ein Modegeschäft, griff sich 15 Markenjeans im Wert von 900 Euro vom Außenständer und lief damit in Richtung Kaufland. Eine Angestellte konnte wegen hoher Absätze nicht Schritt halten, ein Mitarbeiter des benachbarten Fahrradladens hatte bei der Verfolgung aber leichtes Spiel, zumal er ein Elektrorad benutzte. Zum Pech für den Täter kam hinzu, dass ein Polizist aus Heusweiler in privater Angelegenheit vor dem Supermarkt stand, den Täter festhielt und die Kollegen herbeirief. Die unversehrte Beute wurde an die Boutique zurückgegeben, der Täter erkennungsdienstlich untersucht. Auf Inhaftierung verzichtete die Justiz. wp