Dreistadt sollte Nein sagen

Dreistadt sollte Nein sagen

Am Dienstagabend beauftragte der Gemeinderat Großrosseln Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD), in der Verbandsversammlung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) die geplante Anhebung der Müllgebühren abzulehnen. Die Mehrheit von CDU, Freie Wähler und Linke setzte sich durch, die SPD votierte für eine Zustimmung

Großrosseln. Am Dienstagabend beauftragte der Gemeinderat Großrosseln Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD), in der Verbandsversammlung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) die geplante Anhebung der Müllgebühren abzulehnen. Die Mehrheit von CDU, Freie Wähler und Linke setzte sich durch, die SPD votierte für eine Zustimmung.Ralf Hektor von den Freien Wählern warf dem EVS eine "krasse Fehlkalkulation" vor. Außerdem habe der Verband sein internes Einsparpotential nicht ausgeschöpft. Dreistadt hätte sich ein anderes Abstimmungsergebnis gewünscht. Zu Beginn der Sitzung erläuterte er, was aus seiner Sicht passiert, wenn die Verbandsversammlung die Gebührenanpassung ablehnt. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, so der Verwaltungschef, werden die Defizite auf die Kommunen umgelegt. Für Großrosseln rechnet er dann mit einem hohen sechsstelligen Betrag. Dieses Geld müsse über zusätzliche Kredite finanziert werden.

Am Mittwoch stimmte der EVS auf einer Verbandsversammlung erneut über die Müllgebühren ab (siehe überregionaler Teil). Der Beschluss der jüngsten Versammlung, die Gebühren zu erhöhen, war von Umweltministerin Anke Rehlinger (SPD) gekippt worden, weil die Mehrheit nur aufgrund der Teilnahme nicht abstimmungsberechtigter Kommunen zustande kam. Da der Gemeinderat damals aus Termingründen keinen Abstimmungsauftrag erteilen konnte, enthielt sich Dreistadt der Stimme. tan

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